Angepinnt Eure Beweggründe für die Entscheidung zu einem e-Fahrzeug ? Persönliches Pro- und Contra

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    • Bei mir/uns kam das Thema über die Beschäftigung mit erneuerbarer Energie und Innovationsfreude sozusagen automatisch, aber wie alles im Leben nicht ganz umwegfrei.
      Grundvoraussetzung (sagt meine Frau): Du bist ein Stromi! (ich habe also kein Benzin im Blut, aber seit frühester Kindheit mit Strom auf Du).

      1996 erste größte PV-Anlage im Ort (3,2 kWp für damals 50.000DM und 2 DM pro kWh Einspeisevergütung Volleinspeisung)
      1997 den Audi Duo erstmals angesehen und einen Prospekt ergattert
      1999 Umzug der PV Anlage auf ein anderes Haus (weil der neue Mieter sich von den WR's gestört fühlte)
      2007 unter den frühen Mitgliedern des Sonnenhaus-Instituts
      2008 Umrüstung 1. Kfz auf LPG Betrieb (-10% CO2 war der Beweggrund, zumindest in Süddeutschland und Alpenraum mußte man LPG Tankstellen suchen und Strecke vorplanen, Analogie zu jetzt bei den Ladestationen)
      2009 Thermische Solaranlage mit großem Pufferspeicher (>50% Deckungsgrad)
      2010 Beschäftigung mit Peakoil und Umweltschäden durch Ölförderung
      2012 2. Kfz auf LPG umgerüstet
      2015 ihr ahnt es schon...Umzug der Solaranlage in das neue Haus (wieder: weil dem neuen Eigentümer zu komplex)
      2017 Interesse, Routenplanung, Radiusabschätzung etc. für e-Golf begonnen und mit großem Akku für tauglich befunden
      2017 im Sommer 2 Monate einen e-Golf gemietet und Ehefrau begeistert, um es als Erst- und Alleinfahrzeug durchzubekommen
      2017 im Spätherbst e-Golf bestellt
      2018 bis "Q1/2018" warten ;)
      2018 - 2028 fahren fahren fahren, und dazu gibt es vielleicht wieder eine PV, mal sehen (aber umziehen will ich nicht mehr ;) )
      Gruss Christian

      e-Golf 190 Probefahrer Aug+Sept 17
      e-Golf 300 seit April 18
      Sommer 13,2 kWh/100km, Winter 15,9 kWh/100km (jeweils Anzeige im Fahrzeug), im Mittel ab Ladedose inkl. Ladeverlusten 16,7 kWh/100km

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von christech ()

    • Pro:

      1.) Verringerung von Emissionen, sowohl in Form von Lärm, als auch als Abgase. Diese Denkweise würde ich mir auch vom Rest der Gesellschaft wünschen. Insbesondere von denen, die tagtäglich bei mir vor dem Haus vorbeifahren.
      2.)Technischer Fortschritt, Investition in eine Zukunftstechnologie. Die E-Mobilität wird auf jeden Fall kommen, weil es politisch auf allen Ebenen gewollt ist. Förderungen sind meist Vorboten von Verboten. Warum also noch warten, bei den derzeitigen Prämien?
      3.) Gesellschaftliche Verantwortung in Form einer Vorreiterrolle übernehmen. Vielleicht hört sich das jetzt ziemlich großkotzig und elitär an. Aber wenn niemand anfängt, wird sich auch nix ändern. Und von den klimatischen Vorzeichen her wird es höchste Zeit, was zu ändern, auch wenn man bei Greenpeace nachts um 1 Uhr kein Bier kaufen kann.
      4.) Unser derzeitiges Fahrzeug wäre von einem möglichen Fahrverbot für Dieselfahrzeuge betroffen.
      5.) Der Fahrspass. Der kam aber erst beim Probefahren, als Pro 1.) - 4.) schon längst abgehandelt waren.

      Contra:

      1.) Der Kofferraum beim E-Golf. Ist für uns als Familienauto im Alltag eigentlich vollkommen ausreichend. Aber den relativ kostengünstigen Urlaub zu viert mit Familienzelt und allem Campingequipment stell ich mir im Moment noch etwas problematisch vor. Aber das wird sich spätestens mit dem I.D. Buzz ändern und bis dahin Ersatzmobilität, Dachbox oder auf campen verzichten.
      2.) Die Reichweite beim E-Golf. Bei einer Tour von Heilbronn an die geliebte nordfriesische Küste ist das aber mit Zwischenstopps bei Freunden in Hamburg und etwas Planung sicherlich auch machbar. Oder wir fahren Bahn.
      3.) Der etwas höhere Preis. Hat sich mittlerweile aber auch erledigt, da sich VW mittels Umweltbonus von seinen Sünden reinwaschen will. Wird sich durch den technischen Fortschritt zukünftig auch relativieren.
      4.) Die Möglichkeit zu Hause zu laden. Ist bei uns mittlerweile auch kein Problem mehr, da unser Vermieter die vorhandene CEE 16- Dose einfach auf unseren Zähler umklemmt. Den Rest wird der Juice Booster 2 erledigen.
      E-Golf bestellt am 21.10.2017, produziert am 22.08.2018, abgeholt in WOB am 29.10.2018

      Farbe: White-Silver-Metallic mit CCS, WP, FAP+, Winterpaket und ein paar netten anderen Kleinigkeiten. :s66:

    • Neben all den positiven Dingen, die ich bei der E-Mobilität genauso sehe und empfinde, vermute ich allerdings, dass der Strompreis mit ziemlicher Sicherheit weiter steigen wird. Dies ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich der Fall gewesen und wird es auch weiterhin sein.
      Und zwar erst recht mit einer größeren Anzahl an E-Fahrzeugen. In Konkurrenz dazu werden die großen Ölgiganten schon dafür sorgen, dass die Treibstoffe relativ günstig bleiben. Es liegt dann einzig und allein an den Staaten entsprechende Steuern so auszulegen, dass diese Treibstoffe doch wieder unattraktiv werden. Ich denke nur, dass das viel länger dauern wird, als im Vergleich dazu der Strompreis steigt.
      Vor dem Sachverhalt sollte man die Augen nicht verschließen. "Atomkraft nein danke" und günstiger Strompreis widerspricht sich da.

      Von Vorteil sind natürlich Photovoltaikanlagen. Und genau da ergibt sich für mich auch wieder ein sinnvoller Kreislauf, mit dem man dem steigenden Marktpreis für Strom entgegenwirken und sich zumindestens teilweise autark "versorgen" kann.

      Nichtsdestotrotz oder auch unabhängig davon:
      Ich nutze seit 2009 eine App, in der ich alle Kosten meines bzw. meiner Fahrzeuge aufzeichne, d.h. nun also schon über 8 Jahre und 200Tkm.
      Und ein wesentlicher Kostentreiber sind neben dem Wertverlust nun mal die Wartung- und Verschleißkosten eines Fahrzeugs. Und genau da erhoffe ich mir von der E-Mobilität einen ganz entscheidenden Vorteil.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Gsus99 ()

    • Gsus99 schrieb:

      In Konkurrenz dazu werden die großen Ölgiganten schon dafür sorgen, dass die Treibstoffe relativ günstig bleiben.
      Oder sie engagieren sich verstärkt im Strom-Business, wie es Shell bei The New Motion macht.
      E-Golf bestellt am 21.10.2017, produziert am 22.08.2018, abgeholt in WOB am 29.10.2018

      Farbe: White-Silver-Metallic mit CCS, WP, FAP+, Winterpaket und ein paar netten anderen Kleinigkeiten. :s66:

    • Naja, es wäre ja auch dumm wenn nicht. Geld um neue Wege zu gehen - egal ob letztendlich erfolgreich oder nicht - haben diese Konzerne wie z.B. Shell genug. Also ruhig mal mitmischen und gleichzeitig ein bisschen Imagepflege in Richtung Grün betreiben ;) .

      Um nochmal zum Thema Wartungs- und Verschleißkosten zurückzukommen. Erste Berichte von Langzeittests werden ja immer äußerst positiv vermarktet, ich betrachte diese aber mit großer Skepsis.
      Vorwiegend Tesla-Fahrer scheinen auf Ihre Roadster und Model S ja ordentlich Kilometer (bzw. Meilen) zu packen. Und alle sind superzufrieden, weil diese ja mit der langen Tesla-Garantie alle Reparaturen gratis bekommen. Wenn ich dann aber höre, dass nach 160Tkm mal eine komplette Batterie für über 20T€, oder auch mal 2 E-Maschinen ausgetauscht werden mussten, die nicht gerade als preiswert zu bezeichnen sind und die ja ach so unkaputtbar sein sollen, dann wird mir Angst und Bange, was normale Fahrer betrifft, die solche Laufleistungen eben erst nach Ablauf der Garantie erreichen.
      Und es wundert mich dann auch nicht, dass Tesla auch nach mehreren Jahren und trotz billigem Geld von tausenden Investoren/Käufern es nicht schafft, schwarze Zahlen zu schreiben. Anstattdessen wird einfach die nächste Teslashow abgezogen und neues Geld eingesammelt.
      Was ich sagen will: ich hoffe sehr, dass sich die langfristige Haltbarkeit von E-Autos besser darstellt, als dies für mich momentan aus diversen Berichten - wenn auch indirekt zwischen den Zeilen - hervorgeht. Aber ich denke, da hat vor allem die deutsche Autoindustrie (in der ich selbst tätig bin) genügend Erfahrung. Und der eGolf wird dafür hoffentlich ein leuchtendes Pionierbeispiel sein :) !
    • Tesla ist ziemlich reperaturanfällig (hautsächlich Antriebe gehen schnell kaputt). Aber das wird sehr gut aus der Öffentlichkeit gehalten. Die deutsche Autoindustrie kennt die Problme von tesla ziemlich gut und wird es besser machen.
      VG Andreas
      #soulelectrified
      e-Golf 190 grau von 30.10.2014 bis 24.10.2017: 60.860 km
      e-Golf 300 weiss-grau 23.10.2017 bis 26.10.2018: 19.177 km
      e-Golf 225 blau 26.10.2018: 7000km

    • Meine persönliche Pro Liste für die E Mobilität:


      -Fahrspaß

      -Fahrbetrieb und Beschleunigung lautlos ( ich wohne in einer spießigen Tempo 30 Zone)

      -Umweltschutz (im Sinne an die Generation nach uns zu denken)

      -Wirkungsgrad sinnvoll umgesetzt + Rekuperation sinnvolle Energieerzeugung

      -Kostenersparnis (fahre ich als Dienstwagen und kann bei der Arbeit laden)

      -E Mobility Gemeinschaft (ich habe schon ganz viele tolle Menschen an E Ladesäulen kennengelernt)

      -modernes vorfahren zu jedem Anlass (ist auf Image und Prestige bezeichnet. Ich habe mich durch die Fahrzeugklassen hochgeschaukelt und gemerkt das mir der Abstieg von immer mehr PS und Fahrzeugklassen sehr schwer gefallen ist, dann auf einen mittleren Golf zu wechseln.) Bei dem E Golf ist das anders ^^ .

      -Menschen etwas mit auf den Weg zu geben (jeder einzelne von uns kann etwas verändern)



      Meine Contra Liste:


      -Ladesäuleninfrastruktur ist eine Katastrophe (Säulen die zum Teil außer Betrieb sind oder die hohen Minutenabrechnungen)

      -Reichweitenangst im Winter

      -weniger Komfort bei kalten Temperaturen

      -Die Ladedauer an meiner Haushaltssteckdose nervt etwas.

      -Zukunft der Werkstätten und der gesamten deutschen Automobilindustrie ist ungewiss. (Weniger Bauteile und Wartungskosten)

      -Innovation der deutschen Automobilindustrie (E Mobilität ist leicht zu kopieren und die Produkte aus Fernost sind in einigen Jahren große Konkurrenz)

      -Abhängigkeit vom Strompreis (Ein ganzer Staat kann die Mobilität durch Preiskontrollen einschränken und den eigenen Bürgern so an den Wohlstand gehen)

      -zum Teil ein monotones fahren ohne Motorcarrakter und Auspuffsound (fehlt mir bis jetzt noch nicht;) )

      -Die Notausschalter an den Ladesäulen :patsch:(mir hat in Berlin ein kleines Kind den Ladevorgang unterbrochen weil der rote Knopf ja so schön aussieht)
    • Ich hatte einen Golf V TDI 2.0 DSG seit Anfang 2005 und bin damit 50.000 km gefahren. Der Golf hätte noch bis zu meinem Lebensende gehalten, er hatte keinen Werkstattaufenthalt, also keine Reparatur.
      Dann ging es los mit der Diesel-Affäre und ich war mir nicht sicher, ob der nächste TÜV nicht das Todesurteil bedeutet.
      Gedanklich habe ich alle Probleme auf Benziner übertragen und bevor ich dann ein anderes KFZ mit unsicherer Umwelteinstufung kaufe, dann Augen zu und in Richtung E-Mobilität orientieren.
      Letztendlich gab der Nachlass von insgesamt 19.000€ den Ausschlag.
      Bei maximal 100 km Fahrstrecke pro Monat interessierte mich auch nicht die Lademöglichkeit außerhalb.
      Positiv waren noch die vielen technischen Helferlein, die ich nicht mehr missen möchte.

      Contra bis jetzt: die Heizung ist mehr als mangelhaft.

      Gruß
      Rüdiger
    • Hallo Rüdiger,

      wie hast du denn 19.000€ Nachlass realisiert? 11.760€ plus den Nachlass vom Autohaus - geht da mehr bei dir?

      Gruß, Dirk
      eGolf bestellt 25.10.2017
      unverbindlicher LT März/2018
      1. Stufe Zuwendungsbescheid BAFA 1.12.2017
      Auftragsbestätigung von VW vom 6.11.2017 - unverbindlicher LT Quartal II/2018
      Abholtermin 31.5.2018
    • Dann will ich auch mal meine Gründe nennen...
      Pro:
      1) ich mag die stinkende und toxische Flüssigkeit beim Tanken nicht mehr an den Pfoten haben.

      2) ich mag keinen widerlichen Ölwechsel

      3) mir stinkt der Verbrennerverkehr

      4) die Gelegenheit, was Neues auszuprobieren, war durch Abwrack- und Umweltprämie gerade sehr günstig

      5) der E-Antrieb könnte mir Spass machen. Aktuell bin ich das noch nicht gefahren.

      6) speziell e-Golf, weil ich glaube, das der Golf 7 ein ausgereiftes Fahrzeug ist

      7) ich mich schon seit zwei Jahrzehnten Bio (gerne lokal) ernähre und die Gewässer und Böden nicht durch Transport, Lagerung und Verbrennung von Treibstoffen vergiften möchte: man ist, was man isst ;)

      8) mich der Golf Plus Blue Motion mit 7-Gang DSG angefixt hat. Mein Eindruck: so müsste sich ein Elektroantrieb anfühlen. Obs stimmt, werde ich ganz bald wissen.

      9) GTE stand auch zur Diskussion. Ist mir im Verbrauch/Unterhalt zu teuer und durch Punkt 1-3,7 oben auch hinfällig

      Contra:
      1) hmmm???
      e-Golf MJ2018 vom 25.04.18 bis 18.02.19 - 13.000 km
      Tesla Model 3 AWD ab dem 19.02.19 - 3.999 km

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stromsegler ()

    • Ich fasse mal zusammen, was ich andren Stellen hier im Forum so dazu geschrieben habe:
      Vor drei Jahren habe ich angefangen mich mit dem Thema zu beschäftigen, angeregt durch einen Freund, der ein car-sharing-Projekt mit e-Autos in unserem eher ländlichen Umfeld angefangen hat. Einige Probefahrten mit seinen Fahrzeugen und ich war angefixt. Eigentlich hatte ich zuerst die B-Klasse im Visier, aber die Reichweite war doch ziemlich kümmerlich. Kriterium war Tübingen und Stuttgart müssen ohne Zwischenladen erreichbar sein.
      Lange habe ich auch über Hybrid nachgedacht, aber eigentlich fand ich ausser dem alten Opel Ampera das Konzept nicht besonders überzeugend (GTE, das neue schnell).
      Dann vor knapp zwei Jahren wollte ich endlich etwas tun. Die Frage war: Batteriespeicher für die PV-Anlage oder kleines e-Auto für den Regionalverkehr. Nach ein bisschen rechnen war es klar: ein gebrauchter i-MiEV (Bj. 2011, 17.000 km für 11.000 €) wurde angeschafft. Das war die richtige Entscheidung. Von Juni 2016 bis Februar 2018 kamen mit dem 16.000 km zusammen und der Dieselgolf war ziemlich beleidigt, weil er nur noch für die Langstrecken bzw. als Zweitwagen zum Einsatz kam (8000 km in der Zeit).
      Als dann der 300er kam war das Schielen auf den schon ziemlich groß, aber eigentlich wollte ich noch mindestens ein Jahr warten. Doch dann kam die Diesel-Abwrackprämie ...

      Mal abgesehen von der Prämie: Ich habe alle im Sommer 2017 aktuellen Fahrzeuge in Betracht gezogen, die 200 km echte Reichweite hatten, für unter 50.000 € zu haben waren und fünf Sitzplätze hatten (wegen der Enkel). Das hat sich ziemlich schnell auf den Ioniq und den e-Golf reduziert. Das komische Aussehen und das etwas poplige Interieur sowie die damals schon ziemlich langen Lieferzeiten haben den Ioniq eigentlich auch aus dem Rennen geworfen. Die Umweltprämie von VW gab ihm den Rest :s30:
      Es grüßt Martin vom westlichen Ende des Bodensee.
      ---
      e-Golf seit 01.03.18 und i-MiEV seit Juni 16.
      Erneuerbare-Energien-Fan und Kraftwerksbetreiber (3 PV-Anlagen mit insgesamt 22kWp)

      "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern." (afrikanisches Sprichwort)
    • Stromsegler schrieb:

      Dann will ich auch mal meine Gründe nennen...
      Pro:
      1) ich mag die stinkende und toxische Flüssigkeit beim Tanken nicht mehr an den Pfoten haben.

      2) ich mag keinen widerlichen Ölwechsel

      3) mir stinkt der Verbrennerverkehr

      ......
      Muss mal diesbezügich gerade meinen Frust von gestern loswerden:
      War nach ca. 3 Monaten mal wieder mit dem Passat GTE (Zweitfahrzeug) an der Tankstelle. Irgendwie fand ich, dass ich da nicht mehr hin gehöre. Nur brauch ich halt ab und zu Sprit für Langstrecke.
      Hab dann noch mal überlegen müssen, wie das mit dem Tanken geht ;)
      Als ich bezahlen wollte, sah ich jemand mit einem Golf GTD, der sein Auto dort mit laufenden Motor stehen ließ und sich eine Karte für die Waschanlage kaufen ging.
      Ich ging rein und sagte etwas zynisch zu ihm, ob sein Starter kaputt sei. Das hörte er erst mal nicht.
      Dann sagte ich zu ihm, dass sein Motor ja noch laufe. Er meinte dann, dass das besser so sei und Sprit spare.
      Und das bei mehr als 1 Minute?
      Als der weg war, sagte ich zu dem jungen Tankwart, das ich das unmöglich fände.
      Da meinte der, dass er das richtig fände und er würde ja auch, wenn er Zigaretten am Automat kaufen würde, in der Zeit seinen Motor weiter laufen lassen.
      Ich sagte dann nur noch ironisch, dass ich das nicht machen würde, weil ich nicht rauchen würde und ging gefrustet raus.

      Also, wer solche Einstellungen hat, Spaß am Laufenlassen eines Verbrenners hat, der wird sich mit E-Mobilität schwer tun.

      Übrigens mal ein Pro von mir:

      Kaufargument:
      Ausgangslage war der Betrieb eines Golf Benziners.
      Wenn man, wie wir, das Geld dann nicht in einer Benziner steckt, sondern in den e-Golf, dann noch eine PV-Anlage mit 10kWp oder mehr steckt, tagsüber laden kann und zu Hause arbeitet, dann ist das von den Kosten so,
      als hätte ich den Benziner behalten und mir würde jemand auf Lebenszeit den Sprit zahlen. Na, wer würde dieses Angebot nicht annehmen?

      Der Restwert eine E-Autos wird auch höher sein

      Mir hat es gestunken für Kurzstrecken einen Verbrenner anzuwerfen.
      Nun kann ich auch mal flott das Auto aus der Garage fahren, diese im Winter trocken wischen und wieder rein fahren. Hatte ich mit Verbrenner nie gemacht.

      Das Geld für Öl bleibt nun im Lande und wird für regenerativen Strom bezahlt (PV).

      Das Fahren macht mehr Spaß und ist einfacher.

      Die Kosten sind geringer, siehe oben. Einen Verbrenner hätte ich nicht nach paar Jahren wieder verkaufen können, da ich einen hohen Wertverlust erwarte.

      Für die Umwelt ist das E-Auto besser.
      Gruß, Bernd (aus dem energiereichen Hunsrück = 300%)
      Privat: E-Golf (300) 06/2017-04/2019, e-Up 04/2019-04/2020, dann ID.3 for ever
      Betrieb: Passat Variant GTE 02/2017-Anfang 2020, dann noch ein ID.3, ca. 2022 dann BEV Kombi
      PV 18kWp und Batterie BMZ 17 kWh + Notstromschaltung, kann tagsüber zu Hause laden
      Selbständiger Ingenieur Bereich Elektrotechnik, siehe Profil. Und überzeugt von der Notwendigkeit der Energiewende.
    • Betreffend Motor laufen lassen: Verbrennungsmotoren sind sauberer wenn diese warm (heiss) sind.
      Ich hätte vielleicht darauf hingewiesen, dass Keylessdiebe die Autos an der Tanke jeweils laufen lassen müssen damit sie nachher weiterfahren können. :evil: Bei den Tankstellen die ich kenne ist das laufenlassen des Motors generell verboten, in der Schweiz ist das unnötige laufenlassen des Motors (zum Beispiel während des Scheibenkratzens) aus Umweltschutzgründen unter Androhung von Busse verboten. :grumble:
      Und nun noch etwas zum eigentlichen Thema:
      Pro:
      -Ruhiges entspanntes fahren
      -glaubwürdige Energieettikennteeinstufung (sucht mal einen Verbrenner mit optimaler Energieettiketteneinstufung in der Golfklasse und schaut dann die Leistungsdaten an...)
      -jeden Morgen volle Reichweite wenn erwünscht
      -vorklimatisiertes Auto auf programmierte Zeit

      Kontra:
      -ungewisser Wertverlust
      -kürzere Reichweite mit einer Akkuladung
      -teilweise magere Schnellladeinfrastruktur
      -teilweise happige Preise (Minutentarife/gesalzene kWh Preise)
      Mit e-Golf Model 2016 in Betrieb seit 28.12.2015 am 1. e-Golf Treffen am Bodensee, am 2. in Moers und am 3. in Hann. Münden dabei gewesen :thumbup: :musicextrem:
    • Ich finde das "warmlaufenlassen" oder eben nicht ausmachen ein Riesensauerei !

      Das nimmt doch mittlerweil Formen an die mich an der Vernunft und Intelligenz der jeweiligen Fahrer zweifeln lassen. Insbesondere Diesel sind es, als ob es um die Schädlichkeit der Abgase keine öffentliche Diskussion geben würde.

      Was ich dazu jeden Morgen beim Bäcker erlebe, spottet jeder Beschreibung.

      Gruß,
      Lifli
      Es ist besser, schweigend für einen Idiot gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und zu beweisen, das man einer ist !
    • Hier noch mein Senf dazu:

      Pro:
      * aktuell in Österreich steuerlich SEHR interessant: Vorsteuerabzug, kein Sachbezug als Dienstwagen, keine KFZ Steuer
      Ich habe mir das für einen Mitarbeiter durchgerechnet auf 5J / 10tkm: Berlingo Diesel neu Anschaffung € 17k versus e-Golf € 37k brutto. Mit den ganzen Nebenkosten zahlst inkl. KAUF binnen 5 Jahren ziemlich genau das Gleiche. Nur wird der e-Golf wohl nach den 5 Jahren noch mehr wert sein als der Berlingo. Nebenbei hat der Dienstnehmer noch ca. € 10k mehr im eigenen Geldbörsel falls es 5 Jahre lang mit den Steuervergünstigungen so bleibt wie es jetzt hier in Österreich ist.
      * sehr geringe Betriebskosten. Ich frage mich schon, wo ich denn nun überall hinfahren möchte :)
      * Nachhaltigkeit - das kann aber auch zum Diskussionsthema werden wegen dem Akkuthema
      * erster Schritt zu meinem Traum zur Energieunabhängigkeit
      * viele technische Finessen, die ich doch so liebe
      * Early Adopter: Ich bin bei neuen Technologien gerne vorne mit dabei, aber immer erst mit der zweiten Generation. Der 190er hätte für mich z.B. nicht gepasst.
      * bei der Probefahrt absolut TOP zu fahren
      * mir geht die ganze Öl-Lobby massiv auf den Sack. Kaum kommt Ostern -> Spritpreis ca. +10% an der Tanke - ist übrigens noch immer auf dem Niveau hier.
      * mein Spaß am Erforschen und Verstehen neuer Technologien
      * GANZ WICHTIG - zum Thema oben: Ich muss im Winter nicht mehr warm laufen lassen und muss nicht mehr abdrehen, wenn ich einkaufen gehe. Das war ein Scherz! Mich regen zwei Arten von Menschen furchtbar auf: 1. Leute, die bei Supermarkt so nahe irgendwo beim Eingang parken müssen dass selbst ein Behinderter noch um den Parkplatz neidig wäre. 2. Typen, die cool laufen lassen, während sie am Automaten Zigaretten kaufen, die sie nachher irgendwo nach Gebrauch auf den Gehsteig werfen.

      Contra:
      * Unklar, was mit den Steuervorteilen ab 01.01.2021 passiert
      * doch teuer für so ein kleines Auto
      * Wiederverkaufswert unklar
      * Batteriehaltbarkeit unklar
      * Batteriereparierbarkeit (Tausch einzelner evtl. defekter Module) für MICH unklar
      * evtl. Reichweite
      * noch zu komplizierte und wenig ausgebaute Lade-Infrastruktur / Streckenplanung erforderlich bei Langstrecken
      * ich war die letzten 43 Jahre weder auf VW noch auf GOLF gut zu sprechen
      Lg,

      Lothar
      --------

      seit 10.04.2018 stolzer Besitzer eines e-Golf 300 Oryxweiß
      angekreuzt: alles bis auf Leder und DynAudio, 5 Jahre Garantie / 150.000 km
      bestellt: 30.11.2017
      Ladekarten/Apps: VW (Smatrics), EMC / LinzAG / ELLA, Maingau, Plugsurfin, ENEL
      FIN erhalten und Car-Net registriert: 03.04.2018
      e-Golf angemeldet und S(trom)-Kennzeichentafeln beantragt: 05.04.2018
    • Meine Beweggründe fehlen hier auch noch:

      Als Betreiber eines Fuhrparks (ambul. Pflegedienst) war mir vor Jahren schon klar, das Elektroantrieb "der Antrieb" für unseren Fuhrpark ist. Der Grund liegt in den täglichen Fahrstrecken der einzelnen Fahrzeuge, ca 10 - 15 km Strecke aber 20 - 30 Stops. DA wurdeN die Verbrenner im Winter nie Warm und die Batterien haben auch nur 2 - 3 Jahre gehalten. 2011 haben wir mal einen MEGA- City von Aixam im Tetbetrieb gehabt, der hatte noch Blei- Gel Akkus. War aber zu schwach motorisiert und ist dadurch ausgeschieden.
      Anläßlich des Tests eines E-uPs im Tourenbetrieb wurde mir ein E-Golf zur Verfügung gestellt. Nach der ersten Faht war klar, das es auch für mich das "Ding"ist. DAs war im Sommer 2015, im Sommer 2016 haben wir dann den Fuhrpark, bestehend aus 8 E-uPs, in Betrieb genommen.

      Gruß,
      Lifli
      Es ist besser, schweigend für einen Idiot gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und zu beweisen, das man einer ist !
    • Fahrspass2018 schrieb:

      Alles klar. Die 11.760€ + Nachlass vom Autohaus sind ja auch schon ganz ordentlich.

      Gruß, Dirk
      Also das Geschäft hat einen 43,6% Abschlag von der UPE, ein Autohaus kann das nicht.
      Das Geschäft muss direkt über den Hersteller abgewickelt worden sein. Als Konzernmitarbeiter kommt man bei normalen Pkws mit der Umweltprämie zum Teil auf ähnliche Abschläge. Bei dem Preis ist das garantiert ein kostenfreies fahren, denn der Verkauf nach Norwegen steht bei einem 100kW Golf auch noch frei. Am Ende lässt sich so auch noch Geld mit dem Fahren eines E Golfs verdienen.