ELEKTROMOBILITÄT: Strom-Tankstellen auf Staatskosten

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    • Moin zusammen,

      heute morgen wurde im Radio über diesen Gipfel berichtet.

      Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann ist dabei genau .........nichts......... herausgekommen.
      Man hat sich mal wieder in einer riesigen Gruppe zusammengesessen, palavert und dabei vergessen ein paar Beschlüsse zu fassen wie es denn nun weiter gehen soll.

      Nun wird wohl erst einmal geprüft wo es denn überhaupt Lademöglichkeiten geben soll.......
      Manchmal bin ich wirklich fassungslos :dash:
      LG Michael

      eGolf 300 bestellt am 01.02.2019
      und seit dem 29.07.2019 glücklicher e-Golf Fahrer :happy:
    • Ich sehe da 2 Themenblöcke.

      Langstrecke

      Ich finde, das Ionity schon mal die richtige Initiative ist. Diese muss nur massiv verstärkt werden. Mehr Ionity Ladeplätze in geringeren Abständen und bitte mit Potential für mehr Ladesäulen (also statt 4-6 wie jetzt sollten 10-16 im Endausbau möglich sein). Das ganze ggf. gefördert und schneller installiert.

      Warum?

      Dann wäre genau das erreicht, was Tesla mit den SuC bewiesen hat: Ein verlässliches Ladenetz ermöglicht problemloses Langstreckenfahren. Damit würde man allen, die zuhause laden können den Langstreckenschrecken nehmen. Das Problem: Das darf nicht nur in Deutschland gesehen, sondern muss eben (wie Ionity es ja auch angeht) Europaweit gemacht werden. In Grund sollte letztendlich (fast) jede Autobahnraststätte mindestens 10 Säulen haben. Ein dichteres Netz wie das von Tesla ist notwendig, da dort eben alle Marken aufschlagen werden, und dann braucht man Ausweichmöglichkeiten. Aktuell haben Tankstellen mal hier oder da EINE Säule. Und diese dann oft noch mit max. 50kw. Das ist nichts für die Masse.

      Hier auch eine kleine Anmerkung am Rande: Schnelllader an der Autobahn müssen auch attraktiv sein. Damit meine ich hell und sicher. Bisher sind die Ladesäulen zumeist in den hintersten Ecken versteckt, gerne auch bei den LKWs. Das mag ja für uns Herren kein Problem darstellen (wobei auch ich es nicht angenehm finde), aber meine Frau mag sowas Nachts überhaupt nicht. Und das sagt sie mir jedesmal, wenn wir wieder an der Autobahn laden müssen.


      Kurzstrecke

      Diese ist faktisch nicht für "Zuhauselader" relevant, sondern vor allem für die, die eben nicht zuhause laden können sondern auf öffentliche Ladesäulen angewiesen sind. Hier muss man in die Breite/Fläche gehen. Parkhäuser, Parkplätze, Arbeitgeber, etc. müssen hier gefördert werden, um dort, wo Leute regelmäßig lange stehen Ladesäulen anzubieten. Das finde ich politisch schwieriger zu lösen, da hier auch oft Parkplätze gegeneinander ausgespielt werden. Ein Parkhausbetreiber wird nicht gerne in ggf. 10 leer stehende eSäulen-Parkplätze investieren, wenn ansonsten alles voll ist. Das muss also stufenweise geschehen.


      Rechnen wird sich eine Infrastruktur aber nur, wenn es viele eFahrzeuge gibt. Und dieses Henne-Ei-Problem sollte man ggf. schlagartig lösen, in dem man die Anfangsinvestitionskosten durch Subvention reduziert.
      VW eGolf (seit 12/2018) - BMW 530e (seit 4/2018)
    • Northbuddy schrieb:

      sollte letztendlich (fast) jede Autobahnraststätte mindestens 10 Säulen haben.
      Fast jede möchte ich etwas differenzieren, das sollte nach den Abständen unterschieden werden.
      Die Reichweiten werden ja mit den größeren Batterien auch größer.
      Dafür aber müssten es pro Standort wesentlich mehr sein.
      So geplant, dass mindestens jedes Jahr 10 weitere dazu installiert werden können.
      Nicht jeder Rastplatz ist ausbaufähig und die Flächenversiegelung sollte unbedingt beachtet werden.
      Und ab dem Tag XX sollten diese Rastplätze dann nur noch für e-Autos befahrbar sein.
      Dann werden auch die Flächen der Tanksäulen und die Stellflächen der Verbrenner mit Ladesäulen bestückt.
      Nur mit dieser Masse an Säulen sind die Langstrecken vom heutigen Verkehr überhaupt möglich.
      Diese XXL "nur für e-Autos Raststätten" müssten eigentlich schon heute geplant werden, weil ja die Stromzufuhr auch gewährleistet sein muss.
      Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr.
      ogy.de/dhi3


      Gruß Bernhard
    • -Bernhard- schrieb:

      Northbuddy schrieb:

      sollte letztendlich (fast) jede Autobahnraststätte mindestens 10 Säulen haben.
      Fast jede möchte ich etwas differenzieren, das sollte nach den Abständen unterschieden werden.Die Reichweiten werden ja mit den größeren Batterien auch größer.
      Für den Anfang kann man sicherlich mit einer größeren Netzweite leben, aber letztendlich: Wenn ich fahre, sollte nicht das Netz bestimmen, wie ich vorher laden muss oder ob ich wo laden kann. Das ist doch gerade der Kritikpunkt. Wenn ich mit dem Verbrenner fahre ist es schlicht angenehm. Ca. alle 50km gibt es Rast/Tankstellen auf der Autobahn. Da weiß ich, wo ich tanken kann. Niemand käme auf die Idee zu sagen "Hey, Verbrenner fahren mindestens 400km mit einer Tankfüllung, lass und doch nur alle 300km eine Tankstelle aufstellen". Genau diesen Komfort erwarten die Fahrer. Und deshalb wäre ein Autobahnnetz mit 350Kw Ladern alle 50km für die Massen-Nutzung wichtig. Denn wie Tesla-Fahrer die Strecke nach verfügbaren SuC zu wählen (und damit auch ggf. Umwege zu fahren) kann nicht das letztendliche Ziel sein.

      Bei den Säulen selbst denke ich, das dann ca. 30 Säulen ausreichen müssten. Bei 25kwh/100km Verbrauch alle 300km mit 150kw für 30min. nachladen. Eine AB Tankstelle hat wohl ca. 10 Säulen. Bei 8min. (geschätzt) pro Tankstop macht dies 75 Fahrzeuge/Stunde. Bei 2/Fahrzeugen in der Stunde pro Säule bräuchte man also 38 Säulen. Wenn das Laden oberhalb von 150kw kommt weniger. Als Fläche könnten teilweise vorhandene Parkplätze nehmen. So viel mehr Platz braucht die Rastanlage dann auch nicht. Wie gesagt: Nach und nach. Tank und Rast hat 400 Tankstellen. wären also anfangs ca. 2.400 Säulen, letztendlich 10-12.000. Bei 50.000€/Ladesäule sind das Anfangs 120Mio. €, letztendlich 500Mio. €. Der Umweltbonus betrug/Beträgt wohl insgesamt 600Mio. €... Das sollte doch (Zuleitungen vorausgesetzt) machbar sein.
      VW eGolf (seit 12/2018) - BMW 530e (seit 4/2018)
    • „Zentralisieren“ der Ladepunkte halte ich nicht für gut, eine flächendeckende gleichmäßig Abdeckung mit Hotspots an den Haupt Reiserouten macht Sinn.
      Um so dichter desto besser kann man die optimale Ladeleistung rausholen, da man sicher den Akku bis auf 10% - 20% leerfahren kann. Bei großen Abständen kann es auch nötig sein bei 60% nachzuladen, was eher nicht sinnvoll ist.
      Zum anderen werden die „alten Fahrzeuge“ nicht verschwinden... die benötigen dann um optimal mal eine Fernstrecke zu fahren alle 30 bis 40 km eine Lademöglichkeit. Hinzu kommen die geplanten kleinen Stadtautos wie eGO und Co. die auch mal die Stadtgrenzen wie wir mit unsrem 190er eGolf verlassen werden.
      Klaus
      e-Golf 190 seit 12/2014 Schnarchlader > 91.000km
      Model 3 LR AWD seit 03/2019 > 18.000km
    • -Bernhard- schrieb:

      Zentralisieren bedeutet ja nicht automatisch, dass es nicht an jedem Rastplatz zusätzliche Lader geben darf.
      Aber wenn erst mal ein paar Millionen e-Autos auf der BAB unterwegs sind brauchen wir einen Quantensprung.
      Das sehe ich genauso. Deshalb
      • Schritt 1: In einem 100km Raster alle AB-Tankstellen/Rasthöfe mit 10x mind. 150kw (oder besser 150kw Doppellader, die auch 1x 350kw abgeben können) ausrüsten. Die Zuleitungen der Anlagen dabei für weitere Säulen vorbereiten
      • Schritt 2: Bei steigendem Bedarf das Netz enger ziehen (alle 50km; weitere AB-Tankstellen) und die Anzahl der Säulen erhöhen.
      Schritt 1 sorgt dafür, das es JETZT (also nach der Umsetzung) problemlos funktioniert. Schritt 2 ist dann die hoffentlich notwendige Konsequenz aus Schritt 1.

      Der Haken: Das muss Europaweit geschehen. Sonst wird man die "Ich will aber 1x im Jahr nach Kroatien/Österreich/Italien/Spanien"-FahrerInnen nie überzeugen können.
      VW eGolf (seit 12/2018) - BMW 530e (seit 4/2018)
    • Wenn schon staatlich koordiniert, dann sollte man sich auch Gedanken über ein zentrales Ladeleitsystem machen: Im Navi integriert, mit einer Belegungswahrscheinlichkeit und der Option zur Reservierung.

      Aber vielleicht liege ich auch falsch und die Menge an zusätzlicher Infrastruktur bei akzeptablen Wartezeiten ist überschaubar - muss mich nochmal in die Warteschlangentheorie einlesen...
      Gruss
      Matthias

      E-Golf seit 4.11.2017
      Herbst 2018 Urlaub in der Bretagne
      Ostern 2019 Packagetour durch GB

      Zweitwagen: T5
    • So urteilt unser MP über den Gipfel:


      Automobilwoche schrieb:

      "Dachte, mir fällt die Zeitung aus der Hand": Kretschmann findet Merkels Autopolitik "schwer erträglich"
      automobilwoche.de/article/2019…olitik-schwer-ertraeglich
      VG Andreas
      #soulelectrified
      e-Golf 190 grau von 30.10.2014 bis 24.10.2017: 60.860 km
      e-Golf 300 weiss-grau 23.10.2017 bis 26.10.2018: 19.177 km
      e-Golf 225 blau 26.10.2018: 13.000km
      Zoe blau ZE40 25.05.2019: 2000km

    • Maverick78 schrieb:

      Gibt es doch schon... ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de/
      Dahinter steckt moovility.me/

      Wurde von Bayern und einigen anderen Ländern ins Leben gerufen.
      Danke, kannte ich noch nicht. Die Belegungszeiten sind recht interessant - ist aber auch nicht das was ich mir wünsche...
      Mehr im Sinne einer Stauprognose an der Ladesäule und eine darauf abgestimmten Vorschlag für eine Routenänderung. Wenn die Navis die Routen, den Akkustand und die Ladeverträge bereitstellen, könnte das Zuteilen der Ladesäulen entlang der Strecke optimiert werden.
      Gruss
      Matthias

      E-Golf seit 4.11.2017
      Herbst 2018 Urlaub in der Bretagne
      Ostern 2019 Packagetour durch GB

      Zweitwagen: T5
    • Meine persönliche Datenschutzbeauftragte :love: hat dazu folgende Einschätzung: Datenschutzrelevant ist es nur, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die Frage ist ob man ausreichend annonyisieren kann. Der Navi könnte sich über eine Session-ID anmelden und die Zielkoordinaten mit einer Unschärfe von x km angeben ("Alles nur eine Frage wie liebevoll man das modelliert."). Der Dienst darf jedoch nicht von Ladestellenbetreibern betrieben werden, da dort Bezahldaten anfallen.

      Eine intelligente Ladesäulenverwaltung kann nicht nur in der Ausbauzeit sondern auch zu Spitzenzeiten (Reiseverkehr) die Wartezeiten minimieren.

      Ohne dies wird der Bedarf an großen Akkus geschaffen, was m.E. volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
      Gruss
      Matthias

      E-Golf seit 4.11.2017
      Herbst 2018 Urlaub in der Bretagne
      Ostern 2019 Packagetour durch GB

      Zweitwagen: T5
    • Du meinst, dass man die Daten nicht mit den Daten zum Beispiel der Müdigkeitserkennung der Bordkamera koppeln soll - wenn du an die Ladesäule fährst, steht dort bereits ein Liegestuhl für ein kleines Nickerchen bereit und wenn du ihn dann benützt, wird die die Miete gleich mit der Ladeabrechnung belastet. Das wäre dann die harmlose Variante - alles Übrige überlasse ich gerne eurer blühenden Fantasie... 8)
      Gruss Aragon / Rene
      Mein black-Sioux wurde KW43 2014 produziert also VFL (Vor-Face-Lift) oder 190

      Ich war dabei ! e-Golf-Treffen eins am Bodensee / zwei in Moers / drei in Hann Münden / vier nochmals in Hann Münden - weil es so schön war // aber schön waren auch die vielen kleinen Treffen!!! :thumbup:
    • Aragon schrieb:

      Du meinst, dass man die Daten nicht mit den Daten zum Beispiel der Müdigkeitserkennung der Bordkamera koppeln soll - wenn du an die Ladesäule fährst, steht dort bereits ein Liegestuhl für ein kleines Nickerchen bereit und wenn du ihn dann benützt, wird die die Miete gleich mit der Ladeabrechnung belastet. Das wäre dann die harmlose Variante - alles Übrige überlasse ich gerne eurer blühenden Fantasie... 8)
      Naja. Ich habe letztens in Pfungstadt an der A67 geladen. Ich habe den Eindruck das die Raststätte dort froh sein kann, eine Ladesäule zu haben.... war sonst wirklich tot dort. Insofern dürfte sich um Ladesäulen sicherlich auch die Gastronomie freuen. ;)
      VW eGolf (seit 12/2018) - BMW 530e (seit 4/2018)
    • Maverick78 schrieb:

      Gibt es doch schon... ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de/
      Dahinter steckt moovility.me/

      Wurde von Bayern und einigen anderen Ländern ins Leben gerufen.
      HM - habe mal in meiner Heimatstadt (deutlich NICHT Bayern) geschaut - da fehlen die Geschäfte wie Kaufland, Lidl und Aldi - das geht gar nicht!

      matthias_mtk schrieb:

      Danke, kannte ich noch nicht. Die Belegungszeiten sind recht interessant - ist aber auch nicht das was ich mir wünsche...
      Bin ich bei Dir, aber leider gibt die derzeitige Infrastruktur das nicht her. Was nicht vermittelt wird (frei / besetzt) kann auch in einer Website nicht dargestellt werden. Wenn es um Ausfälle geht, da sollten (???) die Betreiber ein Management haben, ob die das aber nutzen, da habe ich meine Zweifel.
      Viele Grüße Jürgen

      Happy elektrisch seit 19.11.18 :D