Wenn's läuft, dann läuft's Mit dem Elektro-Auto auf der Langstrecke

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    • Wenn's läuft, dann läuft's Mit dem Elektro-Auto auf der Langstrecke

      Kann man mit einem Elektro-Auto problemlos durch die Republik fahren? Ja. Wenn alles gut geht. Die Fahrt mit Audi E-Tron und Hyundai Kona von Süden nach Norden und zurück zeigt aber auch, wo Probleme lauern können.

      Donnerstagmittag, Bundesautobahn 9, zwischen München und Nürnberg. Der Verkehr rollt recht flott. Auf der rechten Spur, mit knapp 120 Kilometern pro Stunde: ein Audi. Ein Audi? Richtig gelesen. Während die meisten Fahrer mit vier Ringen auf dem Kühlergrill den linken Fahrstreifen für sich gepachtet haben, reihen sich E-Tron-Chauffeure gerne im Windschatten der Lkw ein. So wie der Autor an jenem Sommertag, auf dem Weg aus der bayrischen Landeshauptstadt in Richtung Nordsee.

      Zugegeben, auf den ersten Kilometern wurden die Hände etwas feucht. Zum einen, weil die Klimaanlage vorsorglich ausgestellt war und das Außenthermometer knapp 30 Grad zeigte. Zum anderen weil der Reichweitenanzeige ja nie ganz zu trauen ist. Knapp 400 Kilometer, sagt Audi, kommt man mit dem E-Tron. Rund 350 Kilometer Reichweite bescheinigte der Bordcomputer nach dem Laden. Die zu absolvierende Strecke: 850 Kilometer. Rein rechnerisch würden also zwei Tank-Stopps reichen. Das Problem: Ein Blick auf die Landkarte offenbart, dass oft da, wo der Akku theoretische leer ist, kein Schnelllader zur Verfügung steht.

      Wo geht’s zur Ladesäule?
      An einer Gleichstrom-Ladesäule, die je nach Hersteller mehrere hundert Kilowatt Leistung bereitstellen, kann der Audi mit maximal 150 kW betankt werden. Nach 30 Minuten ist der 94-Kilowatt-Stunden-Akku dann zu 80 Prozent voll, die übrigen 20 Prozent füllen sich etwas zäher. Ladesäulen mit maximal 350 kW betreibt zum Beispiel Ionity, rund 140 solcher High-Speed-Zapfsäulen sind aktuell aufgebaut. Ungefähr drei Mal so lange dauert das Laden an den 50-kW-Stationen. Befindet sich entlang des Weges nur einer der zahlreichen Ladepunkte mit Gleichstrom-Anschluss, braucht man deutlich mehr Zeit. Schon vor Reiseantritt ist also klar: Ohne gründliche Routenplanung kann das Abenteuer E-Tron schnell zum Geduldspiel werden und im schlimmsten Fall in einer schlaflosen Nacht auf der Autobahnraststätte enden. Das Gute: Im Internet gibt es zahlreiche Wegweiser und Planer, die einen bei der Routenwahl unterstützen. Das Problem dabei: Der Datenstand ist nicht identisch, wo der eine Anbieter eine Schnellladesäule vermutet, erkennt der andere nur einen AC-Anschluss. Also heißt es hoffen, dass die Infos, auf die man sich schlussendlich verlässt, auch wirklich stimmen.

      Reserven einplanen
      Auf der Tour gen Norden war das Ziel, so wenig Zeit wie möglich an der Ladesäule zu verbringen. Zudem sollte genug Strom im Akku sein, um bei Bedarf auf eine andere Steckdose ausweichen zu können. Ein Rastplatz, unweit von Würzburg bot sich mit den versprochenen 350-kW-Säulen von Ionity dafür an. Von München sind es dorthin gut 200 Kilometer, bleiben also etwa 150 Kilometer Puffer. Auf den ersten hundert Kilometern lässt man als Pilot die Reichweitenanzeige nicht aus dem Blick, rechnet ständig im Kopf nach, ob der Aktionsradius im gleichen Maße sinkt, wie der Tageskilometer zulegt. Die Erkenntnis: Tut er. Allerdings nur, wenn man gemütlich mit 120 bis 130 Kilometer dahinrollt. Ein kurzes Überholmanöver unter Vollstrom zwingt den Wert umgehend in die Knie und treibt dem Fahrer den Schweiß auf die Stirn. Also, lieber schnell zurück auf die rechte Spur, um Strom-Verbrauch und Puls wieder auf Normal zu bringen.

      Am Ende sollen Computer und Routenplaner dann doch Recht behalten. Kurz vor der Raststätte meldet der Audi, dass der Akku noch etwa halb voll ist. Allerdings sorgt an dieser Stelle das E-Tron-Navigationsgerät für einen kurzen Schreckmoment: Das im Auto hinterlegte Ladesäulenverzeichnis verkündet stolz, dass auf diesem Rastplatz mit 50 kW geladen werden kann. Das ist lediglich ein Drittel der erhofften Ladeleistung und würde den Zeitplan schon kurz nach dem Start arg durcheinander bringen. Doch das Schicksal meint es gut: Die 50-kW-Säule gibt es zwar, doch daneben stehen auch die erhofften Ionity-Schnelllader.

      Ladekarte oder App sind wichtig
      Die vier 350-kW-Lader signalisieren mit ihrem blauen Topplicht Einsatzbereitschaft – und, sie sind alle frei. Also schnell den schweren Stecker aus der Halterung genommen und in den E-Tron gesteckt. Jetzt muss der Stromfluss nur noch frei geschaltet werden: Audi bietet für den E-Tron eine universelle Chipkarte an, mit der nahezu alle Ladesäulen in Deutschland und Europa bedient werden können und über die der getankte Strom abgerechnet wird. Alternativ gibt es diverse Apps und Kartenanbieter, bei manchen kann man sich ad hoc mit dem Smartphone registrieren, bei anderen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Ein Punkt übrigens, mit dem sich jeder Elektroautokäufer im Vorfeld beschäftigen sollte!
      Mit der E-Tron-Karte startet der Ladevorgang einwandfrei, und während die mannshohe Ladesäule ordentlich arbeitet, um die nötige Kühlluft anzusaugen, schnellt die Ladeleistungsanzeige nach oben. Während eines Kaffees in der Raststätte wird bekannt, dass die Ionity-Säulen brandneu sind. Darum hat sie das Auto-Navi wohl noch nicht gekannt.

      Laden im Schenelldurchgang
      Nach exakt 28 Minuten und 30 Sekunden meldet die Smartphone-App, dass der E-Tron voll ist. In dieser Zeit hat er 53,5 Kilowattstunden Energie in der Batterie geladen. Kabel abziehen, den elektrisch betriebenen Tankdeckel schließen, und schon geht’s weiter. Und dieses Mal deutlich entspannter! Wenn Elektro-Mobilität so funktioniert, sind auch lange Strecken kein Problem. Der zweite Ladestopp ist in der Nähe von Kassel geplant. Dass man dort nur mit 50 kW Laden kann, war bekannt. Dass allerdings ein stark frequentierter Autohof an der A9, mit Tankstelle, riesigem Lkw-Parkplatz und mehreren Schnellrestaurants, nur eine einzige Ladesäule hat, war bei der Planung übersehen worden. Zum Glück war sie frei und funktionierte. Eine gute Stunde und eine warme Mahlzeiten später war der E-Tron auch hier wieder startklar. Hätte jedoch ein anderer Stromer die Ladesäule für sich beansprucht, wäre das Zeitmanagement arg durcheinander geraten. Wie es hier in der Urlaubszeit zugeht, möchte man sich gar nicht vorstellen.

      Nach einem dritten Ladestopp und insgesamt 11 Stunden und 30 Minuten endet die Fahrt an der Nordsee. Keine Frage: Die rund 850 Kilometer hätte man mit einem Verbrenner schneller zurücklegen können. Mit Diesel oder Benzin im Tank wäre die Durchschnittsgeschwindigkeit höher als die im e-Tron gefahrenen 91 km/h gewesen und zwei Ladestopps wären entfallen. Eine Pause zum Tanken und Rasten wäre freilich geblieben.

      E-Reisen entspannt - manchmal
      Trotzdem war die E-Tron-Reise keinesfalls strapaziös. Die zusätzlichen Ladestopps und die moderate Reisegeschwindigkeit sorgten dafür, dass man entspannter und ausgeruhter ankommt. Und wer seine Route so plant, dass er konsequent an Schnelladern tanken kann und seinen Akku immer nur auf 80 Prozent auffüllt, muss keine allzu langen Zwangspausen einlegen. Zumindest nicht, wenn alles nach Plan läuft.
      Dass das nicht immer so sein muss, wurde auf der Rückfahrt mit dem Hyundai Kona electric deutlich. Allerdings hat der Koreaner mit 64 kWh Kapazität auch gut ein Drittel weniger Stromvorrat an Bord, soll aber dank seines niedrigeren Verbrauchs – für den neben dem schwächeren Motor vor allem weniger Gewicht verantwortlich zeichnet – ähnlich weit kommen. 482 Kilometer gibt Hyundai an, knapp 400 sind auf der Autobahn gut zu machen. Im Grunde also alles wie bei Audi, hätte das Schicksal nicht ein paar Steine in den Weg gelegt.

      Keine Karte, viele Apps
      Problem Nummer eins: Die Ladekarte funktionierte nicht. Das ist per se nicht schlimm, denn man kann sich theoretisch eine neue bestellen. Diese Option scheidet allerdings aus, wenn man die Fehlfunktion eine halbe Stunde vor der Abfahrt feststellt. Dann heißt es: Smartphone zücken, zahlreiche Lade-Apps installieren und mehrfach die Daten der Kreditkarte hinterlegen. So vorbereitet, funktionierte das Starten des Ladevorgangs am ersten Stopp reibungslos, allein – Problem Nummer zwei – die Ladeleistung wollte nicht auf über 70 kW steigen. Dabei verspricht Hyundai doch auf seiner Homepage: "80 Prozent Ladung am 100-kW-Lader in fünf Minuten". Fakt ist: Die Zeit stimmt, nur sind die 100 kW schlichtweg irreführend, denn der Kona verträgt lediglich das Laden mit 70 kW. Die Marketingabteilung hätte freilich auch vom 350-kW-Lader schreiben können, da hätte es aber dann auch eine knappe Stunde gedauert! Unser Lerneffekt: Vorher die technischen Daten genau studieren!

      Das wird besonders wichtig an den Wechselstrom-Ladern: An einer 22-kW-AC-Säule kann der Kona, da er aktuell nur über einen einphasigen On-Bord-Lader verfügt, mit maximal 7,2 kW Strom zapfen; in unserem Fall – Problem Nummer drei – flossen aber sogar nur 4,6 kW durch die Leitung. Und kein kleiner Teil davon wurde auf dem Weg von der Steckdose zum Akku auch noch in Wärme umgewandelt. "Ladeverlust" nennt dass der Fachmann, Otto-Normal-Fahrer sagt dazu eher "blöd gelaufen", denn: Nach knapp neun Stunden hat es unser Akku gerade Mal von 20 auf 60 Prozent Füllstand gebracht. Das ist, wohlgemerkt, kein Kona-spezifisches Problem sondern kann auch bei anderen E-Autos auftreten. Nur ärgerlich, wenn man darauf baut, mit vollem Akku los düsen zu können.

      Probleme mit der Ladesäule
      Also wird für den zweiten Teil der Reise ein zusätzlicher Ladestopp eingeplant. Doch auch der verläuft nicht reibungslos. Nach dem Einstöpseln des Steckers und dem Starten des Ladevorgangs in der App passierte einfach nichts. Auch der zweite und dritte Versuch schlagen fehl. Kurz bevor frustriert der Stecker gezogen wird, bemüßigte sich die Ladestation doch noch, ein wenig Strom abzugeben. Problem Nummer vier: Die App hat das nicht bekommen. Und da das Programm gar nicht wusste, dass wir laden, konnten wir den Ladevorgang auch nicht beenden – und folglich den verriegelten Stecker nicht aus der Dose ziehen. Immerhin: Ein Anruf beim Ladesäulenbetreiber, der die Steckdose aus der Ferne neu starten kann, brachte recht schnell Abhilfe.

      Kurzum: In Summe kamen wir mit dem Hyundai Kona ähnlich gut voran wie mit dem E-Tron; sieht man von der etwas missglückten nächtlichen Wechsel-Strom-Ladung, für die es zahlreiche Gründe geben kann, einmal ab. Trotzdem kosten die kleineren und größeren Zwischenfälle zum einen Zeit, zum anderen vor allem aber Nerven. Unser Tipp deshalb: Neben einer guten Vorbereitung, einer funktionierenden Ladekarte, zahlreichen installierten Apps und diversen Kabeln sollten Elektro-Auto-Fahrer vielleicht vorsorglich noch ein paar Baldrian-Drops ins Auto packen. Dann steht auch der langen Stromer-Reise nichts im Weg.

      Quelle: n-tv.de
      Gruß
      Uwe
    • E-Mobilität voran bringen: Nach dem Motto: Viele kleine Leute können viel bewegen:
      Ich habe eine Recherche gemacht, vor Wochen, wo man hier auf dem Lande überall DC-Lader aufstellen sollte und wo es sich auch rechnen könnte.
      Hab die Vorschläge gut dokumentiert an Amperio gegeben (Fastned wollte nicht, machen nur was an Autobahnen) und die haben geprüft, ob genügend Autos vorbei kommen und ob es sich rechnen könnte.
      Ergebnis: Ja.
      Die stellen nun Anträge. Die Frist für deren Förderanträge soll Ende Oktober enden.
      Wenn sich was tut, bekomme ich Bescheid und gebe das auch hier weiter.
      Ich fänd's super toll, wenn hier DC-Lader hin kämen.
      Wenn jeder versucht sich irgendwo für die E-Mobilität (und für die Energiewende) einzusetzten, dann wird das was bringen!
      Privat: E-Golf (300) 06/2017-01/2019, e-Up 04/2019 - 10/2019 und wieder E-Golf ab 11/2019
      Betrieb: Passat Variant GTE 02/2017 bis es Kombi-BEV, eine komfortable Ladeinfrastruktur und V2G gibt
      PV 18kWp und Batterie BMZ 17 kWh + Notstromschaltung, kann tagsüber zu Hause laden
      Gruß, Bernd
    • Stromsegler schrieb:

      Mir gefällt das gar nicht. Das ist alles viel zu umständlich und bringt die E-Mobilität nicht voran.
      Sagt ein Tesla Fahrer.
      Genau das ist das Problem. Der Tesla Kosmos funktioniert sehr gut. Der Rest der e-Mobilwelt leider nicht, da viel zu viel diversifiziert.
      Aber der tesla Kosmos ist begrenzt, darum wird er nicht ewig funktionieren, und dann muss der Rest der Welt funktionieren.
      Ich finde der Bericht zeigt sehr genau auf, woran das Prinzip e-Mobilität heute noch krankt. Nämlich zu langsame und zu kompliziert freizuschaltende Lade-Infrastruktur. Und natürlich die lückenhafte Abdeckung der weniger transkontinentalen Strecken.
      Wenn solch ein Bericht, mal von denen gelesen wird, die Einfluss nehmen können, dann hilft es.
      VG Andreas
      #soulelectrified
      e-Golf 190 grau von 30.10.2014 bis 24.10.2017: 60.860 km
      e-Golf 300 weiss-grau 23.10.2017 bis 26.10.2018: 19.177 km
      e-Golf 225 blau 26.10.2018 bis 26.11.2019: 17.000km
      e-Golf WLTP neu, silber 26.11.2019
      Zoe blau ZE40 25.05.2019: 7.000km

    • Elektromobilitaet schrieb:

      E-Mobilität voran bringen: Nach dem Motto: Viele kleine Leute können viel bewegen:
      Ich habe eine Recherche gemacht, vor Wochen, wo man hier auf dem Lande überall DC-Lader aufstellen sollte und wo es sich auch rechnen könnte.
      wo ist denn „auf dem Lande“??
      Lieben Gruß vom
      Schee

      E-Golf 300 bestellt 25.8.2017, geliefert am 28.11.
      Wallbox Wallbe-Eco 2.0 installiert am 28.10.2017
      PV Anlage auf dem Dach mit 3,6kw Peak
    • Strecke von der Autobahn (Rheinböllen oder Emmelshausen), also A61 über die B50, bzw. B327 (Hunsrückhöhenstraße) nach Trier über Kirchberg, Flughafen Hahn, Morbach.
      Durch die fehlenden Schnelllader braucht es E-Autos mit großen Akkus....
      Privat: E-Golf (300) 06/2017-01/2019, e-Up 04/2019 - 10/2019 und wieder E-Golf ab 11/2019
      Betrieb: Passat Variant GTE 02/2017 bis es Kombi-BEV, eine komfortable Ladeinfrastruktur und V2G gibt
      PV 18kWp und Batterie BMZ 17 kWh + Notstromschaltung, kann tagsüber zu Hause laden
      Gruß, Bernd
    • Dieser Bericht ist auf jeden Fall wieder sehr negativ geschrieben. Und es wird wieder mal ein Bild von der Elektromobilität gezeigt, was aus meiner Sicht so nicht mehr stimmt.
      Warum wurde immer bis 100% geladen? Nur um die Ladezeit künstlich in die Länge zu ziehen?
      Was soll das mit der defekten Ladekarte? Wenn meine EC Karte defekt ist und ich Bargeld brauche, habe ich auch erst einmal ein Problem wenn es kurz vor einer Reise passiert. Hat aber mit dem E-Auto erst mal nichts zu tun.
      Ich fahre jetzt knapp 44.000km mit dem e-Golf und es ist erst einmal vorgekommen das die Ladesäule nicht ging. Bei Tests scheint das immer der Fall zu sein. Irgendwie komisch...
      Was soll das mit der ausgeschalteten Klimaanlage? Ich fahre immer mit Heizung und Klimaanlage. Gerade auf Langstrecken auf der Autobahn, macht die Klimaanlage doch kaum einen Unterschied. Es soll einfach nur suggeriert werden, dass das E-Auto nicht praxistauglich ist.

      VW e-Golf MJ2018 seit 24.10.2017
      VW Passat Variant MJ2014 Ecofuel CNG
      16 kWp PV mit Eigenverbrauch
      1Kwp PV Insel mit 4,6kWh Speicher
    • Das Problem bei solchen Berichten ist halt immer, das die Journaille ungerne den notwendigen "Ramp up" beschreibt. Ja, man braucht ein paar Apps und ggf. auch sogar ein paar Ladekarten. Aber: Das macht man 1x, gleich zu Anfang. Zumeist sogar, bevor das Auto überhaupt in der Garage steht.

      Und auch eine solche Langstrecke geht kein eFahrer ohne eine Vorplanung (ABetterRoutePlanner, GoingElectric) - auch wenn das mittlerweile nicht mehr wirklich notwendig ist - an. Wo sind welche HPC Lader zu finden (beim eGolf ist's ja wurscht, da der eh nicht mehr als 40kw kann). Dazu dann noch das typische "Man traut dem Ganzen ja nicht", gepaart mit "Laden bis 100%", und schon wundert man sich über Probleme und unnötig lange Zeiten.

      Allerdings stimmt auch noch: Mein "Lieblings-Ladesäulenbetreiber" Ionity (denn die funktionieren zumeist zuverlässig und es steht nicht nur 1 Säule rum) hat noch gehörig Lücken auf der Landkarte.



      Gerade im Norden sind da noch große Lücken.
      VW eGolf (seit 12/2018) - BMW 530e (seit 4/2018)
    • akls schrieb:

      Dieser Bericht ist auf jeden Fall wieder sehr negativ geschrieben. Und es wird wieder mal ein Bild von der Elektromobilität gezeigt, was aus meiner Sicht so nicht mehr stimmt.
      Warum wurde immer bis 100% geladen? Nur um die Ladezeit künstlich in die Länge zu ziehen?
      Was soll das mit der defekten Ladekarte? Wenn meine EC Karte defekt ist und ich Bargeld brauche, habe ich auch erst einmal ein Problem wenn es kurz vor einer Reise passiert. Hat aber mit dem E-Auto erst mal nichts zu tun.
      Ich fahre jetzt knapp 44.000km mit dem e-Golf und es ist erst einmal vorgekommen das die Ladesäule nicht ging. Bei Tests scheint das immer der Fall zu sein. Irgendwie komisch...
      Was soll das mit der ausgeschalteten Klimaanlage? Ich fahre immer mit Heizung und Klimaanlage. Gerade auf Langstrecken auf der Autobahn, macht die Klimaanlage doch kaum einen Unterschied. Es soll einfach nur suggeriert werden, dass das E-Auto nicht praxistauglich ist.
      Meine Erfahrungen mit dem e-Golf waren leider nicht so positiv. Einmal bin 280 km gefahren, bis ich an eine funktionierende Ladesäule gekommen bin. Mit eingeschalteter Klimaanlage und ohne dieses geniale Forum hier hätte ich das nicht geschafft :thumbup:
      Seit April 2018 100% elektrisch unterwegs...
    • Ich befinde mich gerade in der frostdeutschen Diaspora Krausnick-Groß Wasserburg (Tropical Islands) und bin über Berlin hierher gefahren. Entspannt, in aller Ruhe und ohne Probleme beim Laden. EnBW und ionity waren meine Servicelieferanten, Maingau meine Ladekarte.

      Ich freue mich schon auf morgen, wenn es rund 600 Kilometer nach Hause geht und ich vor der Qual der Wahl stehe, wo ich meine Ladepunkte wähle. Nach 6 Jahren e-Mobilität lese ich diese Art von Artikeln mit einem gewissen Vergnügen und fühle mich erhaben da erfahren.

      Diskutieren möchte ich nicht mehr, erzähle aber jedem gerne, wie das so ist mit der E-Mobilität.

      Größtenteils anders auf jeden Fall als in vielen Publikationen verbreitet.
      Gruß Rainer

      Teilnehmer 1., 2., 3. Und 4. e-Golf Treffen

      e-Golf 190 von 01.2015 bis 03.2019 Verbrauch ab Steckdose
    • Stromsegler schrieb:

      akls schrieb:

      Dieser Bericht ist auf jeden Fall wieder sehr negativ geschrieben. Und es wird wieder mal ein Bild von der Elektromobilität gezeigt, was aus meiner Sicht so nicht mehr stimmt.
      Warum wurde immer bis 100% geladen? Nur um die Ladezeit künstlich in die Länge zu ziehen?
      Was soll das mit der defekten Ladekarte? Wenn meine EC Karte defekt ist und ich Bargeld brauche, habe ich auch erst einmal ein Problem wenn es kurz vor einer Reise passiert. Hat aber mit dem E-Auto erst mal nichts zu tun.
      Ich fahre jetzt knapp 44.000km mit dem e-Golf und es ist erst einmal vorgekommen das die Ladesäule nicht ging. Bei Tests scheint das immer der Fall zu sein. Irgendwie komisch...
      Was soll das mit der ausgeschalteten Klimaanlage? Ich fahre immer mit Heizung und Klimaanlage. Gerade auf Langstrecken auf der Autobahn, macht die Klimaanlage doch kaum einen Unterschied. Es soll einfach nur suggeriert werden, dass das E-Auto nicht praxistauglich ist.
      Meine Erfahrungen mit dem e-Golf waren leider nicht so positiv. Einmal bin 280 km gefahren, bis ich an eine funktionierende Ladesäule gekommen bin. Mit eingeschalteter Klimaanlage und ohne dieses geniale Forum hier hätte ich das nicht geschafft :thumbup:
      Sei froh das du den eGolf hattest, mit dem Ioniq wärst du liegen geblieben, wie auch mit etlichen i3 usw. ;)
      Glaubst du das so eine Odyssee heute noch möglich wäre? In NRW jedenfalls nicht, an so vielen Ladesäulen kann man gar nicht vorbei fahren :klugorange:
      LG Michael

      eGolf 300 bestellt am 01.02.2019
      und seit dem 29.07.2019 glücklicher e-Golf Fahrer :happy:
    • Skatas schrieb:

      Stromsegler schrieb:

      akls schrieb:

      Dieser Bericht ist auf jeden Fall wieder sehr negativ geschrieben. Und es wird wieder mal ein Bild von der Elektromobilität gezeigt, was aus meiner Sicht so nicht mehr stimmt.
      Warum wurde immer bis 100% geladen? Nur um die Ladezeit künstlich in die Länge zu ziehen?
      Was soll das mit der defekten Ladekarte? Wenn meine EC Karte defekt ist und ich Bargeld brauche, habe ich auch erst einmal ein Problem wenn es kurz vor einer Reise passiert. Hat aber mit dem E-Auto erst mal nichts zu tun.
      Ich fahre jetzt knapp 44.000km mit dem e-Golf und es ist erst einmal vorgekommen das die Ladesäule nicht ging. Bei Tests scheint das immer der Fall zu sein. Irgendwie komisch...
      Was soll das mit der ausgeschalteten Klimaanlage? Ich fahre immer mit Heizung und Klimaanlage. Gerade auf Langstrecken auf der Autobahn, macht die Klimaanlage doch kaum einen Unterschied. Es soll einfach nur suggeriert werden, dass das E-Auto nicht praxistauglich ist.
      Meine Erfahrungen mit dem e-Golf waren leider nicht so positiv. Einmal bin 280 km gefahren, bis ich an eine funktionierende Ladesäule gekommen bin. Mit eingeschalteter Klimaanlage und ohne dieses geniale Forum hier hätte ich das nicht geschafft :thumbup:
      Sei froh das du den eGolf hattest, mit dem Ioniq wärst du liegen geblieben, wie auch mit etlichen i3 usw. ;) Glaubst du das so eine Odyssee heute noch möglich wäre? In NRW jedenfalls nicht, an so vielen Ladesäulen kann man gar nicht vorbei fahren :klugorange:
      Ladesäulen gab es ja, aber keine die funktioniert haben bzw. zugänglich waren.
      Bei jeder Fahrt mit dem e-Golf musste man mindestens zwei Lade-Alternativen haben. Auf einem 500-600 km Trip ein Haufen Vorarbeit. Mit dem neuen Auto ab dem 19.02.2019 bin ich einfach los gefahren. Sogar die Wahl der verkehrsgünstigsten Route wird vom Auto übernomnen, inkl. aller nötigen Ladevorgänge. Mitte März gleich von Berlin über Frankfurt a.M. nach Freibug i.Br. Das elektrische Autoleben kann auch ganz leicht sein ;)
      PS: Am 10.11.2019 gehts mit dem Auto nach Málaga/Spanien. Auto sagt, das dauert 26 Stunden inkl. Laden. Zwei Übernachtungen sind geplant. Freiburg und Girona.
      Seit April 2018 100% elektrisch unterwegs...
    • Stromsegler schrieb:

      Ladesäulen gab es ja, aber keine die funktioniert haben bzw. zugänglich waren.Bei jeder Fahrt mit dem e-Golf musste man mindestens zwei Lade-Alternativen haben. Auf einem 500-600 km Trip ein Haufen Vorarbeit. Mit dem neuen Auto ab dem 19.02.2019 bin ich einfach los gefahren. Sogar die Wahl der verkehrsgünstigsten Route wird vom Auto übernomnen, inkl. aller nötigen Ladevorgänge. Mitte März gleich von Berlin über Frankfurt a.M. nach Freibug i.Br. Das elektrische Autoleben kann auch ganz leicht sein ;)
      PS: Am 10.11.2019 gehts mit dem Auto nach Málaga/Spanien. Auto sagt, das dauert 26 Stunden inkl. Laden. Zwei Übernachtungen sind geplant. Freiburg und Girona.
      ...die Tour würde ich mit dem eGolf nicht machen.....so gerne ich ihn auch fahre :love:
      LG Michael

      eGolf 300 bestellt am 01.02.2019
      und seit dem 29.07.2019 glücklicher e-Golf Fahrer :happy:
    • Also ich finde nichts zu "80 Prozent Ladung am 100-kW-Lader in fünf Minuten" auf der Homepage von Hyundai.

      Ich hab ja nun auch meine erste Langstrecke mit dem Kona hinter mir (894 km). Was soll ich sagen? Kurz die HPC bei GE und einer App checken, auf denen man den Status sehen kann uns los geht's.

      Die erste Pause habe ich nach 298 km (15,2 kWh/100 km) am Mainfrankenpark gemacht. Dort stehen ein paar HPC von allego, also perfekt für den Kona.
      Mit 23% Rest angekommen, habe ich 33,5 kWh in 31 min nachgeladen.
      Der zweite Ladestopp war nach 229 km (16,3 kWh/100 km) in Lutterberg, hier bin ich mit 14% Rest im Akku natürlich erstmal die im GE als defekt gekennzeichnete Säule 3 angefahren.
      Also ab zu Säule 6. Was war? Waydo-Karte wurde nicht akzeptiert. Also mit Maingau freigeschaltet.
      Zuerst nur 63 kW, die Klimatisierung für den Akku lief kurz und dann ging es auf 70 kW hoch.
      Insgesamt 40,9 kWh nachgeladen, bis die Ladeleistung auf 36 kW sank.
      Das dritte mal habe ich nach 242 km (15,5 kWh/100 km) in Bispingen geladen. Wieder mit 14% angekommen, diesmal nur auf der 70 kW-Welle, da es jetzt nur noch 125 km bis nach Hause waren. 29,39 kWh in 25 min.
      Nach genau 11 Stunden und 894 km bin ich zu Hause angekommen. Im Schnitt 81,7 km/h Reisezeit. Beim e-Golf hab ich immer mit 66 km/h gerechnet, wenn der Akku warm wird ist die Tendenz eher 60 km/h.
      Anbei noch ein paar Checkpoints:
      8 Stunden: 650 km
      9 Stunden: 770 km

      Da verstehe ich jetzt das Problem im Artikel nicht ?(
      Gruß Hendrik

      Gekauft! Ab 08/2017 unterwegs mit einem e-Golf (190)



    • Allgemein: Wenn ein Journalist was schreibt, muss auch was Spannung drin sein, geht ja nicht, dass das alles so nett geht - langweilig.

      Laden: Ja, volle Zustimmung, da ist viel Bedarf der Verbesserung
      - das alle Säulen immer funktionieren
      - deren SW ok ist
      - Die Zugänge immer alle gleich sind (RFID + APP) und nicht mal so mal so - oder oft die RFID Leser spinnen.
      - Die Preise angezeigt werden (Verbraucherzentrale?)
      - (für mich an unterer Position): ein paar Ladeorte mehr.

      Und zum Guten Schluss einen Tritt gegen die VW Schienbeine: Navi sollte aktuelle Datenbank der Ladestationen zur Verfügung haben.
      Viele Grüße Jürgen

      Happy elektrisch seit 19.11.18 :D