CO2 Emissionen Industrie

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    • CO2 Emissionen Industrie

      Habe mich heute über einen Leserbrief geärgert, der veröffentlicht wurde, ob wohl darin Unsinn steht: Verkehr würde nur 1% der CO2-Emissionen in Deutschland machen. Haha. Daraufhin habe ich noch ein wenig beim UBA gestöbert und bei der Deutschen Emissionshandelsstelle doch noch einiges interessantes Material gefunden.
      Lt UBA geht der größte Teil CO2 auf die Energiewirtschaft zurück, gefolgt von Industrie und dann Verkehr. Habe mich dann mal in den Sektor "Industrie" reingeklickt und folgende Auflistung gefunden - Emissionen je Anlage: LINK Ganz prominent gleich am Anfang: die Raffinerien und dann weiter mit Grundchemikalien, Eisen/Stahlherstellung, Zement, Eisen/Stahlverarbeitung, Kalk/Zement, Glas, Keramik, Papier, Heizwerke, Gasturbinen für Gastransport/Pipelines, Herstellung von Wasserstoff/Synthesegas, Ammoniak, Salpetersäure usw.
      Die bewertete Zusammenfassung findet sich im folgenden Bericht: Link
      Auszug: "Die Eisen- und Stahlindustrie hat mit etwa 30 Prozent den größten Anteil an den Industrie-Emissionen, gefolgtvon den Raffinerien (19 Prozent), der Zementklinkerherstellung (16 Prozent) und der chemischen Industrie(14 Prozent). Die verbleibenden Industrie-Emissionen verteilen sich auf vier weitere Branchen und Teilbranchen:Sonstige mineralverarbeitende Industrie (sieben Prozent), die zum Beispiel die Glas- und Keramikherstellungumfasst, Industrie- und Baukalk (sechs Prozent), Papier- und Zellstoffindustrie (vier Prozent) und Nichteisenmetallindustrie (zwei Prozent). Sonstige Verbrennungsanlagen, die keiner der vorgenannten Branchen zugeordnet werden können, verursachen nur etwa ein halbes Prozent der Industrie-Emissionen."

      Auch interessant vom MDR zusammen gestellt Emittenten nach sektoren: MDR
      Mir geht es nicht darum, diese Industrien pauschal schlecht zu machen oder zu verdammen (denn dann wird nur woanders produziert). es geht um die Transparenz, und wenn ich lese, dass von den 10 größten Kraftwerken die letzten 3 zusammen genausoviel CO2 erzeugen wie der Thyssen-Krupp Stahlkomplex in Duisburg, dann wäre meine Frage natürlich, was Thyssen-Krupp dagegen tut bzw. wie die Verbesserungsmaßnahmen aussehen. Klar ist aber auch: wo die Kohle Bestandteil eines chemischen Prozesses ist (Verhüttung von Eisenerz braucht Kohle als Reduktionsmittel, um Roheisen zu erzeugen) und nicht als blanker Energieträger eingesetzt wird, ist es deutlich schwieriger, sie zu substituieren.


      Einige Grafiken noch:


      Gruss Christian

      Sommer 13,2 kWh/100km, Winter 15,9 kWh/100km (Fzg)
      Ungezählte Schneekilometer, Höhenmeter und internationale Strecken bis Rom sowie Kroatien (eGolf 300)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von christech ()