Meine bisherigen Erfahrungen zum ID.3

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    • Eine interessante Diskussion. Wer von Euch mit Softwareentwicklung oder -Testung befasst ist, hat wahrscheinlich schon von Fällen gehört, in denen etliche Millionen Euro von Unternehmen verbrannt worden sind, ohne das nennenswerte Ziele erreicht worden wären. Mich wundert es manches Mal, das die Wirtschaft dieses Landes auf dieser Basis funktionieren kann. Scheinbar ist genug Geld da - Fenster auf und raus damit. Zu Anfang dieser Projekte wurde manches Mal vollmundig viel versprochen, was bis heute nicht eingetreten ist. EDV kann nicht alles und muss von Menschen gedacht und entwickelt werden und sie hat ihre ganz eigenen Tücken, wie ich als Laie feststellen musste. Ich habe noch nie eine Software gesehen, die auf Anhieb alle Anforderungen erfüllte. Das war für mich anfangs nur schwer zu verstehen. Nur ein einziges Mal in meiner Berufskarriere hatte eine neue Software gerade mal zwei Bugs - und wir hatten viel Zeit zum Testen. Diese Software war nicht mal sehr umfangreich und brauchte nur fünf Monate Zeit zur Entwicklung und war auch nur für ca.100 Mitarbeiter*innen zur Verteilung vorgesehen. Also eine im Vergleich zu einem Fahrzeug sehr, sehr kleine und eigentlich gar nicht zu vergleichende Software. Damals sagte man mir: "Wir sind eben nicht Microsoft sondern nur der kleine ...."

      VW kann Autos bauen, aber VW ist eben kein Softwareunternehmen. Wir sollen unseren ID3 pro nächste Woche bekommen und ich gehe jetzt schon davon aus, dass der Wagen häufiger beim Händler zur Nachbesserung und Fehlersuche stehen wird. So what. Ich weiß, dass das Auto nicht ausgereift ist, VW ließ es durchblicken. VW hat eben noch kein eigenes umfangreiches Betriebssystem wie Apple oder andere Hersteller und ist sozusagen "noch neu im Metier". Dies bedeutet nicht, dass ich für alles Verständnis haben werde, dennoch sind Fehler dieses Mal mehr als nur wahrscheinlich.

      "Der Schwarm wird es finden", hat mir mal ein wirklich guter Informatiker mitgeteilt, als wir im Unternehmen eine umfangreiche neue Software an die Mitarbeiter*innen verteilt haben. Und der Schwarm fand viele Fehler. Informatiker ticken wahrscheinlich anders und haben eine anderes Verständnis von Qualitätssicherung. Natürlich ist die Situation nicht gut. So ein teures Fahrzeug sollte auf Anhieb funktionieren - und das Fehlerfrei. Aber: VW ist nicht Apple oder Google, eben kein IT-Konzern, sondern ein Autobauer. Die Transformation des Unternehmens hat gerade erst richtig begonnen und ist noch lange nicht am Ziel, wenn sie denn überhaupt gelingt. Hoffen wir das Beste. Hier geht es um ein anderes Verständnis des Produktes und nicht nur um einen Modellwechsel, wie hinreichend bekannt ist.

      Ich denke, die VW-ler werden es hinbekommen, aber nicht sofort und nicht in einem Jahr. Der Konzern hatte ja bereits die Schwierigkeiten bei der Softwareentwicklung zugegeben.

      In einem Presseartikel vor ein paar Wochen fand ich folgende sinngemäße Aussage (nicht von VW) :"Tesla hat ein gute Softwarearchitektur und das Auto drumherum gebaut. Traditionelle Autobauer jedoch können mit den Qualitätsstandards der IT nicht arbeiten - ausfallenden Apps, Bugs, unfertige Versionen, Abstürze." Dies lässt manche Fehler erwarten. Und wenn VW zugibt, dass der Mitbewerber mehrere Jahre Vorsprung in der Softwareentwicklung hat, lässt dies auf manche Fehler schließen.

      Hoffentlich bleibt die Schleuder nicht einfach stehen, weil die Software nicht mitspielt (siehe auch: electrive.net/2020/10/05/erste-probleme-mit-dem-polestar-2/). Wir werden es sehen. Immerhin ist es ein Deutsches Unternehmen, dass den Paradigmenwechsel eingeleitet hat, endlich. :)
      ID3 1St pro :rolleyes: am 20.07.020 bestellt und am 20.10.2020 geliefert.
      Photovoltaikanlage verbindlich bestellt (4,9 kWp) und Wallbox geplant (warten auf den 24 November 2020) :beer:
    • Software ist ein unglaublich komplexes Thema, ich kenne das aus meinem Beruf im Embedded Bereich. Dass da nicht alles gleich auf Anhieb funktioniert möchte ich ja garnicht erwarten. Geschenkt. Ich hab ja auch dafür unterschrieben dass ich es akzeptiere und einen teuren Satz Winterräder bekommen, was ich als sehr großzügig und alles andere als selbstverständlich erachte.

      Was mich aber am meisten stört sind nicht Softwarebugs an sich (die meisten der 22 aus dem Nextmove Video habe ich ja garnicht erwähnt), sondern das prinzipielle Konzept vieler Punkte des Autos. Ein Display so zu konstruieren dass es keine Info bietet ist kein Bug, sondern ein Fehler im Konzept. Dass sich Settings wie "System merkt sich letzte Position des Spiegelwahlschalters" nicht möglich sind auch. Dass das Auto nicht mehr segeln kann ebenfalls. Und dass mindestens 3 verschiedene Komponenten ätzende Pfeif-, Säge- und Sirrgeräusche von sich geben ebenfalls. Ich dachte sowas hätte zu den Kernkompetenzen zu VW gehört so etwas nicht zuzulassen. Das sind die Punkte die ich am meisten enttäuschend finde. Neben der allgemeinen Informationspolitik dem Kunden gegenüber.
      Gruß,
      Stephan
    • Outsider64 schrieb:

      Dass das Auto nicht mehr segeln kann ebenfalls.
      Da möchte ich doch widersprechen. Ich habe beim Diesel das Segeln sehr genossen. Beim e-Golf nach 3 Monaten aber abgelegt (unter anderem auch, weil ich in D2 effizienter war). Bei meiner Hausstrecke sind so viele Hügel mit Tempolimit, die sind mit Segeln nicht gut für den Geldbeutel. Und sehr viele BEVs bieten das Segeln erst gar nicht an. Von daher hat VW eine Funktion weggelassen, die Einsteiger vielleicht nie vermissen, die in manchen Situationen gar nicht gebraucht wird, die für Dich aber gut war.
      Es ist also maximal aus Deiner Sicht enttäuschend, dass es die Funktion nicht gibt, aber sicher kein Fehler im Konzept.
      VG Andreas
      #soulelectrified
      e-Golf 190 grau von 30.10.2014 bis 24.10.2017: 60.860 km
      e-Golf 300 weiss-grau 23.10.2017 bis 26.10.2018: 19.177 km
      e-Golf 225 blau 26.10.2018 bis 26.11.2019: 18.736km
      e-Golf WLTP neu, silber 26.11.2019 16.000km
      Zoe blau ZE40 25.05.2019: 19.000km
      Taycan 4S mambagrün Bestellt 18.05.2020 - Lieferung unverbindlich KW48
    • Vermutlich will VW die Charakteristik von Verbrennern nachahmen. Und die können (von wenigen aktuelleren Ausnahmen abgesehen) kein Segeln, sondern nur Schubabschaltung und bieten damit einen höheren Widerstand.

      Immer wenn meine Frau (fährten einen Benziner-Golf) mein Fahrzeug fährt, findet sie das komisch, weil es in D praktisch keinen Bremswiderstand gibt, wenn sie das "Gaspedal" nicht mehr drückt. Umgekehrt, wenn ich mal ihr Auto fahre, erschrecke ich mich über die starke Verzögerung die das Auto in D hat. Und die Fahrstufe B fehlt mir im Benziner ganz besonders im Stadtverkehr. Wahnsinn, wie oft man im Benziner das Bremspedal nutzen muss. In meinem Auto sitzen auf dem Bremspedal fast schon die Spinnweben.
      Gruße Andreas
      Jetzt: Passat GTE
      Zukunft: Suche nach einem CO2-arm produzierten BEV mit AHK (mind. 750kg Last, besser 1200kg) und Kofferraum ähnlich Passat-Größe und vernünftigem Matrix-LED-Licht. Hersteller relativ egal, solange Eckdaten und Qualität stimmen.
      Strom: 100% CO2-frei. Seit November 2019 PV mit 7,0 kWp, Rest über Ökostromanbieter.
      Energieplushaus, Heizung/Warmwasser CO2-frei über Wärmepumpe.
    • Warum lässt VW das nicht einfach den Kunden per Einstellmöglichkeit entscheiden ob er es gerne nutzen würde oder nicht? Klar gibt es auch bei mir Situationen in denen es besser ist nicht zu segeln. Am ehesten könnte ich auf D1, D2 und D3 beim e-Golf verzichten. Aber außerorts nutze ich immer D0, was die effizienteste Methode ist wenn mans nicht eilig hat und nicht von nachfolgenden Fahrzeugen bedrängt wird. Innerorts empfinde ich B meist als am sinnvollsten. Dann hat man zwar den Komfort nicht mehr den Fuß mal vom Gas nehmen zu können und nicht immer genau passend aufs Gaspedal treten zu müssen, aber dafür muss viel weniger häufig der Fuß auf die Bremse wechseln. Außerorts wüsste ich aber nicht warum ich mir den Komfort vom Segeln nehmen lassen sollte. Vor allem: warum mit so geringer Leistung rekuperieren? Wo sieht VW da denn Sinn? Ich sehe da keinerlei Nutzen drin, wohl aber Komfort- und Effizienzverlust.

      Hügelige Gegenden mag es auch geben, aber das ist in Deutschland eher die Ausnahme. Und wenn D0 nicht gut für den Geldbeutel ist wegen häufigen Geschwindigkeitsbeschränkungen, dann ist das eigentlich nur ein mentales Problem. Da muss man dann eben eher ausrollen lassen, oder kurz am Hebel ziehen und im B Modus die Geschwindigkeit anpassen. Der Arm liegt ja eh schön auf der bequem auf der breiten Mittelarmlehne, sodass die Hand perfekt in Griffweite des Fahrmoduswahlhebels ist. Auch halt... Wir sind ja jetzt nicht mehr beim e-Golf... Keine bequeme Mittelarmlehne mehr... Kein einfach erreichbarer Farmoduswahlschalter mehr. Zu dumm...
      Gruß,
      Stephan
    • Zum Segeln:
      Genau das war und ist für mich ein RIESEN-Pluspunkt des e-Golf. Dass er es KANN. Dass er die Wahl bietet. Die freie Entscheidung, ob man segeln will, mit Verzögerung wie beim Verbrenner fahren oder starke Rekuperation hat, die (fast) One-Pedal-Driving zulässt.
      Warum lässt man das im iD.3 nicht so? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das ein Kostenfaktor ist.

      @mobafan: Die Charakteristik eines Verbrenners kann ja gerne die Grundeinstellung sein. Sehe ich ja sogar auch als sinnvoll für die "Umsteiger" an. Aber deswegen muss man andere Optionen ja nicht wegfallen lassen. Von mir aus auch irgendwo tief in den Einstellungen versteckt, so dass es den durchschnittlichen Fahrer nicht irritiert. Aber vorhanden sollten sie sein.

      @e-Golfer: Für mich ist das sehr wohl ein Fehler im Konzept. Im e-Golf gab es ein Konzept, dass sicherlich nicht nur Stephan und ich so gut fanden. Was der iD.3 bietet, ist im Vergleich dazu ein Rückschritt. Jemand, der das erste Mal ein e-Auto fährt, mag da nichts vermissen; und jemand, der es vorher nicht genutzt hat, auch nicht; trotzdem bleibt es ein Rückschritt.

      Ich persönlich werde mir kein Fahrzeug mehr kaufen, dass keine echte Segelfunktion bietet. Damit ist VW (nach e-Golf und e-Up) erst mal raus. Sehr viele andere aber auch. Im Zweifelsfall muss der e-Golf wohl noch die nächsten 30 Jahre halten, falls ich so alt werde.
      Gruß, Karsten

      seit 30.11.2018 elektrisch unterwegs :D ,
      mittlerweile mit e-Golf Nummer zwei :thumbup:
      Und das Grinsen hört nicht auf... noch nicht mal, wenn ich grad nicht drin sitze.
    • Outsider64 schrieb:


      - Warum gibt es keine Info wie man die Heizung ausschaltet? Ich möchte z.B. oft einfach nicht dass die Heizung Energie verbraucht und nehme dafür auch in Kauf dass die Temperatur mal etwas niedriger ist, weil ich da eh sehr unempfindlich bin. Man bekommt aber keinerlei Info wie man das anstellen kann. Wenn ich A/C ausschalte, kann ich vmtl. erst mal sicher sein dass der Klimakompressor keine Energie vergeudet. Aber wie verhindere ich dass Strom verheizt wird? Ich kann da keinen Schalter sehen mit dem ich die Heizung ausschalten kann. Wenn ich jetzt an der Temperatur rum stelle, weiß ich ja nie was das Auto macht. Habe ich eine niedrigere Temperatur eingestellt als das Auto gerade im Auto misst, dann wird es kalte Luft rein blasen und Wärme vergeuden. Habe ich eine höhere Temperatur eingestellt als gerade im Auto gemessen wird, dann wird es heizen und Strom verbrauchen. Beides möchte ich aber nicht. Ich will einfach keinen Energieverbrauch und nur das Gebläse gerade so viel laufen lassen dass etwas Frischluft rein kommt und die Scheibe nicht beschlägt. Wie kann ich das machen? Und was muss ich bei der Beifahrertemperatur einstellen um keine Energie zu vergeuden? Ich will ja nicht dass auf der einen Seite geheizt und auf der anderen gekühlt wird...

      Die Klimaanlage/Heizung komplett ausschalten geht aber. Einfach ins "Klima"-Menü und dann oben links den "Powerbutton" drücken. Lenkradheizung und Sitzheizung funktionieren trotzdem.
      Liebe Grüße,
      Christoph

      e-Golf 300 seit 03/2018
    • eine spannende Frage ist ob VW in der Lage ist die Fehler mit dem nächsten Update zu beheben und ob sie wirklich ein Interesse haben die Software kontinuierlich mit neuen/verbesserten Funktionen zu versehen.

      Wie ich VW einschätze besteht da gar kein Interesse daran neue Funktionen OTA zu implementieren. Man darf froh sein wenn die vorhandenen Fehler irgendwann einmal behoben werden.
      Vielleicht täusche ich mich ja. Man wird es sehen.
      LG
      Mario

      e-Golf bestellt 17.9.2019 Zulassung 21.11.2019
      e-Golf bestellt 31.3.2020 LT laut AB: Q3 laut myVolkswagen: KW22 KW?? Q4 Dez20 KW?? KW45 KW49
      Scheduled am 13.10. In Production 21.10.
    • Eventuell gibt es technische Gründe, dass der ID.3 nicht segeln kann. Das Model 3 Dual Motor kann beispielsweise nur mit dem vorderen Motor segeln. Das Model S Dual Motor nur mit dem Hinteren. Ich kenne den Motor vom ID.3 nicht, ob sich dieser segeln lässt.

      PS: Als ich nach längerer Zeit Model 3 wieder e-Golf gefahren bin, war mir das Segeln direkt unheimlich. Dachte immer, ich fahr dem Vordermann direkt hinten drauf. Eventuell wollte man zukünftige Kunden des ID.3 nicht zu sehr verunsichern und schiebt, falls technisch möglich, ein Segelupdate nach :)
      Seit April 2018 100% elektrisch unterwegs... 45.000 km
    • @Ypsi Genau, Fehler sind im jetzigen Zustand des ID.3, der als offen kommunizierte Alpha-Version verkauft wird, zu verzeihen. Die Frage ist immer, wie damit umgegangen wird. So sagte es mir vor 16 Jahren auch der Chef "unserer" Hausbaufirma. Fehler werden passieren, wie damit umgegangen wird, unterscheidet eine gute von einer schlechten Firma.

      Bei einer kleinen Firma koennte ich mir vorstellen, dass diverse Optionen, z.B. fuer das Segeln, noch hinzukommen. Bei einem Controller-gesteuerten Unternehmen wie VW erwarte ich da nichts mehr. Dass Controller dabei Potentiale verbauen, sehen sie mit ihren Scheuklappen oft nicht.
      e-Golf seit 11/19
    • Herr K schrieb:

      Die Klimaanlage/Heizung komplett ausschalten geht aber. Einfach ins "Klima"-Menü und dann oben links den "Powerbutton" drücken.
      Ja das hab ich dann auch irgendwann noch gemerkt. Aber so ganz ohne Frischluftzufuhr will man auf Dauer ja auch nicht fahren und ich frage mich noch immer warum man beim Schieberegler der Classic Einstellungen nicht auf der linken Position Lüfterstufe Null hat.


      Stromsegler schrieb:

      Ich kenne den Motor vom ID.3 nicht, ob sich dieser segeln lässt.
      Meines Wissens ist das eine PSM Maschine wie im e-Golf auch, nur mit Hairpin Wicklung statt aufgewickeltem runden Kupferlackdraht und somit sollte es da eigentlich keinen Unterschied geben.


      Stromsegler schrieb:

      Als ich nach längerer Zeit Model 3 wieder e-Golf gefahren bin, war mir das Segeln direkt unheimlich. Dachte immer, ich fahr dem Vordermann direkt hinten drauf. Eventuell wollte man zukünftige Kunden des ID.3 nicht zu sehr verunsichern und schiebt, falls technisch möglich, ein Segelupdate nach
      So ging es mir als ich das erste Mal vom Verbrenner kam. Aber da gewöhnt man sich schnell dran und bemerkt wie extrem gut der e-Golf rollt. Wenn VW wirklich wie Tesla kontinuierlich neue Feautures nachschiebt, dann besteht da tatsächlich noch eine Chance. Es bleibt spannend. Wäre auf jeden Fall eine Methode Kunden zu binden wenn sie "kostenlos" echte Mehrwerte bekommen. So wird es ja oft gemacht. Zwar nicht kostenlos, aber nicht alles auf einmal rein, dass man später noch Luft für Verbesserungen hat. Wie beim Laden. Erstmal einphasig 3,6 kW, in der nächsten Generation zweiphasig 7,2 kW, in der nächsten Generation 11 kW 3-phasig. Da könnte man ja fast Hoffnung bekommen dass in der nächsten Generation ein 22 kW Lader verfügbar wird. Da glaube ich aber eher daran dass der AC-Lader eher komplett raus fliegt und nur noch DC geladen wird.
      Gruß,
      Stephan
    • Ich fahre nun seit fast einem Monat den ID3 und kann euch versichern, dass er sehr gut segeln kann.
      Auch das ACC ist das beste, dass ich je hatte (komme vom Audi A6) die
      Verkehrszeichenerkennung, ist recht gut, aber mit 1-2 Sekunden
      Verzögerung. Das selbstständige Abbremsen vor Kreisverkehren, vor engen
      Kurven, in Autubahnzu- und Abfahren funktioniert fast perfekt.

      Das vorgeschriebene Fahrgeräusch wird nicht im Inneren des Wagens, sondern
      im Bereich des vorderen Stoßfängers erzeugt und ist halt innen zu hören.
      Irgendwelche Pfeifgeräusche oder Gepiepse vom Frequenzumrichter konnte weder ich,
      noch meine (jungen) Mitfahrer bisher feststellen.

      Was wirklich schlecht funktioniert, ist die Spracherkennung, da ist Google weit besser.
      Das die Navigation noch verbessert werden muss, insbesondere im Hinblick
      auf Stromtankstellen auf der geplanten Route ist ja bekannt und soll mit
      der neuen Software behoben werden.
      Alles in Allem, bin ich mit dem Auto sehr zufrieden.


      Gruß
      Wasch
    • Wasch schrieb:

      ...
      Das die Navigation noch verbessert werden muss, insbesondere im Hinblick
      auf Stromtankstellen auf der geplanten Route ist ja bekannt und soll mit
      der neuen Software behoben werden.
      Alles in Allem, bin ich mit dem Auto sehr zufrieden.


      Gruß
      Wasch
      Gerade das ist erschreckend.
      Vor über zwei Jahren waren einige von uns bei einem Treffen mit VW Mitarbeiter. Es gibt thematisch um e-Autofahrer.innen welche Langstreckenerfahrung haben. Alle Teilnehmer, mit den verschiedensten, e-Autos wurden getrennt zu ihren Erfahrungen befragt. Sowohl live im Fahrzeug mit Videoaufnahmen, wie auch in Räumlichkeiten ohne Aufzeichnungen.
      Nicht nur bei mir, mit meinem e-Golf 190, war das Navigieren in Bezug auf automatische planen einer Strecke mit nötigen Ladehalten ein Thema. Auch angesprochen war Thema, Route wurde auf Grund von... geändert als nicht optimal für e-Autos dargestellt wenn der Strom nicht mehr reicht für den Umweg. Generell sollte die geänderte Route der geplanten gegenüber gestellt werden und der Nutzer entscheiden dürfen.

      Mein speziellen Routen Thema konnte ich an Hand von Bildern belegen. Auf den Weg zum 3. e-Golf-Treffen wollte das VW Navi das ich bei der nächsten Abfahrt abfahre und 45 km zurück fahre um laden zu können!
      Auf dem Bild zu sehen war die aktive Route mit eingeblendeten, von GE exportierten POIs, wo die nächste Schnellladesäule keine 5km entfernt in Fahrtrichtung war. Aber ich sollte 45km zurück fahren mit einer Restreichweite von 49km, ja das geht macht aber keinen Sinn.

      Da alle Informationen auch aufgezeichnet wurden, hat man wohl die Mannschaft ausgetauscht oder es ist einfach noch nicht wichtig genug aktuell.

      Eigentlich eine grundlegende Funktion von e-Autos, gerade in den „Anfangszeiten“...

      Ist nur zu hoffen das die Umsetzung nicht noch mal zwei Jahre dauert oder mehr als 6... nicht nur das Thema ist nicht neu!
      Klaus
      e-Golf 190 seit 12/2014 Schnarchlader > 101.000km
      Model 3 LR AWD seit 03/2019 > 42.000km :pardon:

      e-Golf-Treffen 1. bis 5. :thumbup:
    • Outsider64 schrieb:

      Wie hast du das Auto eingestellt dass es segelt? Was zeigt es bei der kWh/100km Anzeige an wenn du bei 50 km/h vom Gaspedal gehst und es nach deinem Gefühl nicht segelt?

      Hast du die Wärmepumpe? Dann ist zumindest das eine Pfeifgeräusch vmtl. weg. Bleibt noch das vom Antrieb und das vom Display.
      Zum "Segeln" gehe ich auf "D" dann rekuperiert er mit 1-2kW also nix.
      Wenn ich auf "B" stelle rekuperiert er mit wieviel bei 50km/h müsste ich ausprobieren.
      Die Reku ist, wenn man bremst gefühlt sehr hoch 40-60kW sind auch bei schwacher bis mittlerer Bremsung völlig normal, wenn man stärker bremst auch bis zu 99kW.
      Die Reku läuft fast bis zum völligen Stillstand.
      WP habe ich nicht, aber die pfeifen nach meiner Erfahrung nicht, sind halt Kompressoren wie in jeder Klimaanlage.

      Gruß
      Wasch
    • Aha, also segelt er doch nicht. Genau wie bei mir. 1-2 kW bremsen zwar nicht besonders arg, aber bremsen trotzdem. Diese Bremsleistung hat bei meinem Verbrenner zumindest dazu gereicht dass meine hintere Felge so heiß wurde dass man sie kaum noch anfassen konnte. Man spürt dass er nicht wirklich frei rollt.

      Dass die WP pfeift hab ich ja auch nicht geschrieben, sondern dass wenn man sie hat eben ein Pfeifton WENIGER da ist, weil dann der pfeifende Elektroheizer nicht in Betrieb ist.
      Gruß,
      Stephan
    • Die Spracherkennung ist miserabel, ja. Ich habe es praktisch nie geschafft eine Adresse fürs Navigieren einzugeben, obwohl ich bemüht laut und deutlich gesprochen habe. Aber über sowas will ich mich nicht aufregen. Einerseits will ich die eh nicht nutzen und andererseits ist das ja wirklich Software wo man davon ausgehen kann dass sich noch deutlich was verbessern kann.
      Gruß,
      Stephan
    • Outsider64 schrieb:

      Aha, also segelt er doch nicht. Genau wie bei mir. 1-2 kW bremsen zwar nicht besonders arg, aber bremsen trotzdem. Diese Bremsleistung hat bei meinem Verbrenner zumindest dazu gereicht dass meine hintere Felge so heiß wurde dass man sie kaum noch anfassen konnte. Man spürt dass er nicht wirklich frei rollt.

      Doch, er segelt, bei einem 1,8 Tonnen schwerem Fahrzeug merkt man 1-2kW absolut nicht.
      Dass dein Verbrenner 1-2 kW Bremsleistung hatte und die Felge heiß wurde, ist erstens Blödsinn, wo hast du die 1-2 kW gemessen?? und zweitens, wenn es denn so gewesen sein sollte, ein technischer Fehler, ein Verbrenner bremst im Schiebebetrieb mit dem Motor und nicht mit der Bremse.
      Und zwar erheblich mehr als der ID3 im "D" Modus.


      Gruß
      Wasch