Tscharlie‘s e-Up

    • ACDCisenough4me schrieb:

      Lange Lebenszeit der Autos ist nicht mehr sinnvoll. Die Elektronik mit ihrer Software und ihrer Kommunikation hat eine gewisse Halbwertszeit. Irgendwann wird 4G und 5G abgeschaltet, auch wird es viele verbaute Schaltkreise, Sensoren und Displays nicht mehr geben. Zudem steigen ab einem gewissen Alter systematisch die Übergangswiderstände an den Kontakten.

      Vor allem aber ist die Elektromobilität und die Fahrassistenz noch in den Kinderschuhen. In 20 Jahren wird es das Thema Reichweite oder Ladegeschwindigkeit nicht mehr geben. Auch nicht in der Kompaktklasse. Vor allem wird der Verkehr zu Stoßzeiten und an beliebten Orten zwangsautonom geführt, weil übergeordnete Technik viel mehr Fahrzeuge in einem Verkehrsraum fahren lassen kann ohne dass Stau entsteht.

      Da kann man dann also froh sein, dass in Wolfsburg im Museum ein eGolf steht, aber wir keine mehr auf der Straße sehen. Nachhaltigkeit wird später bedeuten, dass ein Auto so konstruiert ist, dass es besonders einfach recyclingfähig ist.
      Solche Texte würde ich immer gerne auf Wiedervorlage setzen. 20 Jahre sind viel Zeit, ja. Aber ich glaube auch da nicht daran. Auch dann wird es billiger sein ein Auto mit kleinem Akku zu bauen und deshalb wird es sie auch geben. Schau doch mal was sich seit 2019 noch entwickelt hat in der Energiedichte. Model 3 Long Range hat damals das Mögliche schon gebaut. Wie viel weiter sind wir denn jetzt? 7 Jahre später? Die Akkus Entwicklung macht doch bzgl Energiedichte nur sehr langsame Fortschritte.

      Und auch beim Thema Ladegeschwindigkeit gilt: langsamer ist billiger. Hersteller zeigen unglaubliche Ladeleistungen, aber in Normalen Autos kommt davon nichts an. In Premium Modellen ja, aber beim unteren bis mittleren Preisbereich wird lieber das Geld gespart um Marge zu haben.

      Und mit dem autonomen Fahren, automatischer Verkehrsführung etc. wird auch alles sehr viel langsamer gehen. In 20 Jahren fahren nich viele Autos, die jetzt gerade verkauft werden. Das hieße ja, dass praktisch in den nächsten wenigen Jahren schon alles umgestellt sein müsste, dass bis in 20 Jahren der Verkehr weitgehend automatisch fliesen wird. Wird so nicht kommen.

      Als mein 4er Golf 13 Jahre alt war, hab ich mit meinem Kollegen gewettet, dass ich ihn noch mindestens weitere 15 Jahre fahre. In 2 Jahren werde ich die Wette gewonnen haben. Er war 2013 davon überzeugt, dass man bis 2028 nicht mehr in der Lage sein wird überhaupt noch selbst steuernd frei entscheiden kann wo und wie man fährt. Und wo ist man jetzt? Noch immer seeeehr weit entfernt.
      Gruß,
      Stephan

      Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt. - Albert Schweitzer
    • Outsider64 schrieb:

      Und auch beim Thema Ladegeschwindigkeit gilt: langsamer ist billiger. Hersteller zeigen unglaubliche Ladeleistungen, aber in Normalen Autos kommt davon nichts an
      Na so ein Xpeng G6 ist aber jetzt nicht unerschwinglich.
      Mein Vater hat die Tage gerade nen Mercedes CLA mit bis 320kW Ladeleistung gekauft. Klar ist das ein teures Auto, aber Millionär brauchst auch nicht zu sein.

      ACDCisenough4me schrieb:

      Lange Lebenszeit der Autos ist nicht mehr sinnvoll. Die Elektronik mit ihrer Software und ihrer Kommunikation hat eine gewisse Halbwertszeit. Irgendwann wird 4G und 5G abgeschaltet,
      ja und? Ein Auto braucht zum fahren nicht 4G, sondern 4 Räder, die sich drehen.
      Citroën ë-C4
    • Chinesische Autos würde ich mal nicht als Maßstab nehmen, so lange es nicht von deutschen Herstellern auch so etwas geben wird. Zumal chinesische Autos oft höhere Verbräuche haben und der Vorteil hoher Ladegeschwindigkeit und größerer Akkus dadurch wieder kaputt gemacht wird. Außerdem haben sie oft eine furchtbare Software. Und das obwohl es immer heißt, China wäre uns bei Software so weit voraus. Das mag in deren Land und in deren Software Ökosystem stimmen. Aber kein Mensch hier braucht WeChat, Didi, Alipay, Baidu und was weiß ich alles. Die leben in ihrer eigenen Welt.

      Bzgl 4G stimme ich dir aber zu. Was soll's? So lange das Auto fährt spielt das keine Rolle. Mein Auto hat in 26 Jahren nicht ein einziges Mal ein Update bekommen und läuft trotzdem super. Wenn Systeme wie Verkehrszeichenerkennung nur dann funktionieren, wenn sie die Daten aus Ner Datenbank holen, ist eh was faul. Das ist dann keine Verkehrszeichenerkennung. Vielleicht werden irgendwann irgendwelche verpflichtenden Systeme kommen, die Netzzugang zwingend benötigen. Aber so richtig vorstellen kann ich mir das trotzdem nicht, weil es ja immer irgendwo Funklöcher gibt und dann muss das Auto doch auch fahren. Außerdem sollte es Bestandsschutz für alte Fahrzeuge geben. Dann kNn man halt nicht mehr aus der Ferne die Temperierung vom Auto einschalten oder den Ladevorgang überwachen. Aber so lange das Auto noch fährt wäre es dumm es deshalb wegzuschmeißen.
      Gruß,
      Stephan

      Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt. - Albert Schweitzer
    • Outsider64 schrieb:

      Chinesische Autos würde ich mal nicht als Maßstab nehmen, so lange es nicht von deutschen Herstellern auch so etwas geben wird. Zumal chinesische Autos oft höhere Verbräuche haben und der Vorteil hoher Ladegeschwindigkeit und größerer Akkus dadurch wieder kaputt gemacht wird.
      Ne, der G6 liegt beim Verbrauch wohl vergleichbar mit dem ID.4, allerdings lädt er dann mit bis 451kW in 12 min von 10 auf 80% statt mit maximal 175kW.
      Also der ist nicht ein bisschen schneller, sondern wirklich massiv.


      Outsider64 schrieb:

      zgl 4G stimme ich dir aber zu. Was soll's? So lange das Auto fährt spielt das keine Rolle. Mein Auto hat in 26 Jahren nicht ein einziges Mal ein Update bekommen und läuft trotzdem super.
      Das will ich bei meinem Elektroauto halt zum Ladung aufschieben, weil der kein eistellbares Ladelimit hat. Vorwärmen könnte auch nett sein, nutze ich aber nicht.


      Tscharlie schrieb:

      Meine Gilera fährt ja dann mit dem tollen Porschesprit, bei 1,5-2 Liter Verbrauch wäre auch der Preis egal. (Spaß)
      Ja, das gleiche wie mit meinem Motorgleitschirm. Aber weiß nicht, ob und wann man das Zeug kaufen kann.
      Citroën ë-C4
    • Tscharlie schrieb:

      Klar, aber sinnlos, da die Grundstoffe in großer Menge fehlen und dann auch verbrannt sind und nicht weiterverwendet werden können.
      ich bezog mich darauf:


      Tscharlie schrieb:

      Zur Ladeleistung: Das wird wohl nicht so hinhauen, wenn denn die E-Autos mehr werden, denn die XXX kWh wachsen ja nicht auf dem Supermarktparkplatz, dann wird halt runtergeregelt.
      Das funktioniert ja heute an den entsprechenden Ladern.
      Citroën ë-C4
    • Fu Kin Fast schrieb:

      Was ich interessant finde: als ich 2021 meinen Ioniq mit 38kWh-Akku für 311-WLTP-km kaufte, galt er schon als veraltet, weil zu wenig Reichweite. Ich hätte nicht erwartet, dass es 2026 viele Neu-BEV gibt, die auch nicht weiter kommen.
      Naja, aber wenn man jetzt schaut, dass der ID.Polo mit bis zu 331 km WLTP für 24.990 € in der Liste steht und der Ioniq bereits 2019 mit 34.900€, dann ist das mehr als 10 k Unterschied, weil durch die Preissteigerung in 7 Jahren sicher zusätzliche 5 k Differenz aufgelaufen sind. Und übrigens hat der Ioniq nur 294 km Reichweite nach WLTP. Und lädt an AC lediglich mit 7,2 kW. Schlimmer ist aber, dass an DC 54 Minuten auf 80 % offiziell angegeben sind, beim ID.Polo 23 Minuten. Insofern machst du dir da schon deine Welt zurecht.
    • Sorry for hijacking this thread.

      Nein, der Ioniq hat 311km WLTP. Und nicht der Listenpreis ist entscheidend, sondern der real gezahlte Preis. Damals 26k, inkl. Rückfahrkamera, ACC, Sitz- und Lenkradheizung, separatem Scheibenwischerhebel, Navi, Android Auto, Regensensor, Alufelgen, GJR (Services des Händlers), 4 vernünftigen Türgriffen und einzeln tauschbaren Akkumodulen. Oh, ich vergass - 5+3 Jahre Garantie. Was kostet der ID.Polo damit?

      PS: Ja, der Polo (und so gut wie jedes andere Auto - ausser vielleicht dem e-Golf) kann schneller laden.
      e-Golf seit 11/19
      Ioniq seit 04/21
      2021er e-Up seit 08/25
    • Fu Kin Fast schrieb:

      Ich war gestern bei 38*C 45km mit dem Ioniq unterwegs, hatte selbstverständlich die Klima laufen (auf 26*C) und es standen am Ende 9,8kWh/100km im BC (von zu Hause nach zu Hause zurück, also nicht nur bergab). Deinen Verbrauch finde ich also völlig realistisch.
      Ergänzung: heute war ich bei ca. 30*C ohne Klima im e-Up meiner Tochter unterwegs (von zu Hause nach zu Hause zurück; insgesamt 22km) und es standen 7,5kWh/100km im BC. OK, ich bin sehr chillig gefahren (max. 75km/h). Es macht echt Spass, den Kleinen zu fahren.
      e-Golf seit 11/19
      Ioniq seit 04/21
      2021er e-Up seit 08/25
    • Außerdem bleibt abzuwarten, wie viel der Polo tatsächlich schafft mit seinem Mini-Akku. Werksangaben sind geduldig. Mal abwarten, was bei unabhänigen Tests raus kommt. Wie z.B. bei Tesla Björn mit seinen Tests bei konstant 90 und konstant 120 km/h. Ich traue mich wetten, dass spätestens bei 120 km/h der Ioniq näher am angegebenen Verbrauch ist, als es der Polo sein wird.
      Gruß,
      Stephan

      Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt. - Albert Schweitzer