Vom Schwabenland zum Nordseestrand

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    • Vom Schwabenland zum Nordseestrand

      Moinsen, die Gemeinde. Wie bereits angedeutet möchte auch ich Euch einen kleinen Reisebericht zur Verfügung stellen und an meinen Langstreckenerfahrungen mit dem eGolf teilhaben lassen. :cs14:
      Wir sind gestern relativ spontan von Heilbronn zu einem Kurzurlaub über den Jahreswechsel an die Nordsee aufgebrochen. Das Ziel: die Insel Föhr. Die Distanz: ca. 830 km. Ist ein ganz ordentliches Brett als vierköpfige Familie mit entsprechendem Gepäck. Zumal der eGolf das Familienauto ist. Aber irgendwie hat es mich zusätzlich total angefixt, als Nyland vor ein paar Wochen 1.000 km auf einer Ar...backe mit'm eGolf runtergerissen hat, zumal ich die Strecke von Föhr nach Hause letztes Jahr ja als "Novize" in Anschluss an die Abholung in Wolfsburg schon einmal gefahren bin. Dieses Mal waren die Vorzeichen allerdings etwas anders.
      Gestartet sind wir gestern Nachmittag pünktlich um 14:30 Uhr. Das Fahrzeug war in jeglicher Hinsicht zu 100 % geladen und vorklimatisiert. Erster geplanter Ladestopp war die Deutschlandzentrale von Mitsubishi Motors in Friedberg nach 167 km. Hat trotz staubedingter Umleitung sehr gut geklappt. Es waren trockene Bedingungen, noch + 3 Grad Außentemperatur, die Sonne schien, was will man mehr? Von den vier kostenlosen Triple-Ladern war bei unserer Ankunft um 16:45 Uhr nur einer am CCS belegt. Haben dort dann 27,5 kWh gezogen und auf 88 % geladen. Die Ladeleistung war fast konstant bei 40 kW. Der Strom sollte für die folgenden 138 km nach Malsfeld reichen, denkt man. Leider ist das aber genau die Etappe mit dem höchsten Punkt (468 m) der gesamten Strecke und die Ausläufer der Rhön und die Kasseler Berge haben für Autobahn ganz knackige Steigungen. Und nachdem die Sonne dann endgültig weg war, gingen die Temperaturen auch bis -3,5 Grad runter. Meine Frau, die in Friedberg für zwei Abschnitte das Steuer übernahm, ist dann mit der Geschwindigkeit entsprechend runter. ACC zwischen 95 und 105 km/h. Sind dann so gegen 19:20 Uhr nach einem fehlgeschlagenen Ladestopp an der Raststätte Knüllwald Ost, mit SoC 8% am Maxi Autohof in Malsfeld angekommen. Da ging uns schon etwas das Zäpfle. Aber der Triple-Lader war glücklicherweise frei und funktionsfähig. Nachdem wir die letzten Kilometer in Eco+ bei - 3,5 Grad gefahren sind, haben wir das Auto erstmal wieder ordentlich aufgeheizt, auf 96 % geladen und nach dem Nachtmahl die Fahrt zum kostenlosen CCS-Lader am Rasthof Hildesheimer Börde fortgesetzt. Das sind immerhin auch 150 km und es wurde nicht wärmer draußen. Aber: es geht bergab. Auch hier war von Rapidgate überhaupt nichts zu merken. In Hildesheim sind wir dann mit 15 % SoC angekommen und haben in 45 Minuten auf 94 % geladen. Währenddessen die Kinder "bettfertig" gemacht und nochmal ne Koffeindosis nachgelegt. Dass die Nacht lang werden würde war ja absehbar, weil wir nur noch auf der ersten Fähre auf die Insel, um 7:15 Uhr, einen Platz fix buchen konnten. Um 22:45 Uhr hab ich dann das Steuer wieder übernommen und meine Frau ins Reich der Träume entlassen. So gut, wie das zu viert im eGolf halt so geht. Für den nächsten, den vierten Stopp hatte ich mir die Lüneburger Heide als Zwischenziel gesetzt, weil dort eine Fülle von 6 CCS-Säulen steht. Also gleich die vier Lader von Ionity in Augenschein genommen. Doof, dass die Kartenleser nichts gelesen haben. Auch doof, dass man für den Start des Ladevorgangs per App logischerweise eine Netzverbindung benötigt. Hab da nachts um kurz vor halb eins möglicherweise eine etwas seltsame Erscheinung abgegeben, auf der Suche nach Empfang und gleichzeitig drückender Blase. Egal, hat irgendwie geklappt und die Ladeleistung ging erst bei SoC 62 % von 38 kW auf 31 kW runter. Hab dort dann knapp 22 kWh und mich auf den Weg zum fünften und letzten geplanten Stopp gemacht. Die kostenlose Säule vor'm Finanzamt in Itzehoe. Nachdem es draußen immer noch arg kalt war und Frau und Kinder tatsächlich den Schlaf der Gerechten schliefen, hab ich im Auto nochmal auf 26 Grad gebollert und auf 96 % geladen. Nachdem absehbar war, dass wir uns wegen der Fähre keinen Stress machen mussten, hab ich die Geschwindigkeit dann auch entsprechend angepasst und bin trotzdem um 5:23 Uhr in Dagebüll auf die Mole gerollt.

      Auch wenn es sich im erst Moment heftig anhört und knapp 15 Stunden im Auto schon ne Ansage ist: dafür war es relativ entspannt. Vom Fahrkomfort her ist der eGolf wirklich langstreckentauglich. Wenig bzw. keine Staus, wenig Idioten, freie Ladesäulen und schlafende Kinder. Was mich auch überrascht hat, aber wohl den niedrigen Temperaturen und dem etwas defensiveren Fahrstil geschuldet ist: so gut, wie kein Einbruch der Ladeleistung. Auch nicht beim fünften Ladestopp. Das hab ich schon viel schlimmer erlebt. Der Vollständigkeit halber: die ganze Stecke hat uns jetzt 12,89 € an Strom gekostet.

      Hier noch die Route:
      goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/3956777/

      Und noch ein paar Bilder zum Abschluß:



      Am Freitag geht's zurück. Sicher nicht weniger ambitioniert. Ich werde berichten.

      Grüße, Dominik
      Gruß, Dominik

      E-Golf in White-Silver Metallic
      Bestellt am 21.10.2017, produziert am 22.08.2018, abgeholt in WOB am 29.10.2018
    • Toller Bericht, danke. Was hattest du für einen Durchschnittsverbrauch und welches Tempo habt ihr gewählt?
      Du bist ganz schön auf Risiko gefahren mit deinen SoC-Ankunftswerten. Auf unter 10% runter bei Ankunft hätte ich mich mit Familie nicht getraut. Auf der andern Seite: Ich sehe gerade, dass du auf deiner Route viele CCS- Alternative hast. So kann man das machen, wäre ja nicht schlimm, wenn du vorher laden müsstest. Deutschland hat da eine ganz andere Schnellladerdichte als Frankreich (vgl. meinen Bericht über die Fahrt nach Paris). :thumbsup:
      167km mit einer Ladung ist ordentlich bei den Temperaturen und dem Höhenprofil. Weiterhin gute Fahrt!
    • Danke für den spannenden Bericht. Ich freue mich auch schon auf Teil 2.
      Meine Kinder schlafen nicht mehr im Auto (wobei, wenn ich mit ihnen die Nacht durchfahren würde vielleicht schon...).
      Mit e-Golf Model 2016 in Betrieb seit 28.12.2015 am 1. e-Golf Treffen am Bodensee, am 2. in Moers und am 3. in Hann. Münden dabei gewesen :thumbup: :musicextrem:
    • Adi schrieb:

      Danke für den spannenden Bericht. Ich freue mich auch schon auf Teil 2.
      Meine Kinder schlafen nicht mehr im Auto (wobei, wenn ich mit ihnen die Nacht durchfahren würde vielleicht schon...).
      Eigentlich sind unsere Kinder auch schon raus aus dem Alter und bei Fahrten in den Urlaub entsprechend aufgeregt. Aber von 23:00 - 4:30 war der Schlaf Sieger und ich hatte Ruhe.
      @Aarestromer Das mit den 8 % SoC war so nicht geplant, aber wir sind trotzdem erstaunlich ruhig geblieben, da die Säule in Malsfeld auch in den diversen Apps als frei und funktionsfähig dargestellt waren. Kann gerne noch Verbrauchsangaben aus WeConnect hochladen.
      Gruß, Dominik

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      Bestellt am 21.10.2017, produziert am 22.08.2018, abgeholt in WOB am 29.10.2018
    • -Bernhard- schrieb:

      Es heißt zwar Nordsee ist aber ein Meer.
      Hat mich jetzt doch interessiert, als ehemaliger Anwohner am (also maskulin) "Boden-See" bzw. "schwäbischen Meer", und ich bin auf folgende interessante Darstellung gestoßen: gfds.de/meer-vs-see/ Viel Vergnügen!
      Gruß, Jürgen (ab 11/17)
      "Die Dauer um von A nach B zu kommen, wird von Strecke und Durchschnittsgeschwindigkeit bestimmt, NICHT von der Höchstgeschwindigkeit."
    • -Bernhard- schrieb:

      Ach soooooooo !
      Deshalb heißt der Verfasser ja auch Seebold und nicht Meerbold. :rofl:

      Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.« Bearb. v. Elmar Seebold. 25. Aufl., Berlin/New York 2011.
      Bernhard jetzt hast du mich verwirrt...

      Also gibt es keinen Seemann! Es ist also richtig der Meermann der aufs Meer fährt und nicht der Seemann der zur See fährt.

      Gut das der Meermann nicht Motorrad fährt...
      Klaus
      e-Golf 190 seit 12/2014 Schnarchlader > 99.000km
      Model 3 LR AWD seit 03/2019 > 38.000km :thumbup:
    • Und ich dachte, dass alle Gewässer ohne Abfluss Meere (somit wäre dann auch die Pluralfrage geklärt) sind. Das tote Meer wird doch von Festland umgeben und sollte eigentlich trotzdem kein See sein. :whistling:
      Mit e-Golf Model 2016 in Betrieb seit 28.12.2015 am 1. e-Golf Treffen am Bodensee, am 2. in Moers und am 3. in Hann. Münden dabei gewesen :thumbup: :musicextrem:
    • Coole Aktion Dominik und das Ganze mit Family, Respekt. Kassler Berge hoch und dann erst in Malsfeld gestoppt, puh das sind ein paar Hügelchen.
      Weshalb bist du nicht gleich die 81er Richtung Würzburg und dann auf die 7er? Ladesäule?
      Jetzt erstmal eine paar erholsame Tage euch Vieren in der friesischen Karibik und einen guten Rutsch.
      Gruß Robin

      E-Golf seit 11/2018
      PV 16,6 kWp - 19,5kwh Speicher
      Wallbe Eco 2.0 s
    • @E-Robin Eigentlich bin ich früher mit dem Verbrenner aus Gewohnheit tatsächlich ausschließlich die A81 bis Würzburg und dann über die A3 auf die A7. Aber dann hat mir der Routenplaner von GE die Strecke über Frankfurt ausgespuckt. Hat mich auch zuerst irritiert.

      Aber bei näherer Betrachtung fiel mir dann auf, dass da im Profil diese ausgeprägte (Rhein-)Ebene ist und durch die Rhön noch höhere Höhen überquert werden müssen. Man spart sich also Höhenmeter.

      Dann bin ich letztes Jahr durch Zufall über die NextPlug-App auf die Schnelllader bei Mitsubishi Motors in Friedberg gestoßen, weil der EON-Schnelllader an der Raststätte Wetterau West zu nächtlicher Stunde gebockt hat. Und wenn ich von zu Hause mit 100% starte ist das für den ersten Abschnitt mit knapp 170 km wirklich gut leistbar ist. Immer vorausgesetzt, dass die Witterungsbedingungen stimmen.
      Ich werd zukünftig jedenfalls eher auf 90+×% laden, um auch bei ungünstigen Bedingungen nicht "auf den Felgen" in Malsfeld anzukommen oder bei besseren Bedingungen evtl. bis Guxhagen zu kommen. Man kann ja nicht immer das Glück haben, dass der Schnelllader frei ist. Aber so kann ich mir die Gesamtstrecke eben so einteilen, dass ich wirklich mit fünf Stopps zurechtkomm.

      Und dann kommt noch dazu, dass man Geld, das man für den Strom nicht bezahlen muss, z.B. in Fischbrötchen investieren kann.

      Hier noch die Verbrauchswerte der einzelnen Etappen. Die ersten fünf Screenshots sind die Ladestopps von unterwegs, die letzte Aufnahme ist nur zur Vervollständigung und war dann schon auf Föhr während des Einkaufs beim Bäcker.

      Gruß, Dominik

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      Bestellt am 21.10.2017, produziert am 22.08.2018, abgeholt in WOB am 29.10.2018
    • Die Ladeleistung war durchgehend im normalen Bereich, also zu Beginn der Leistung bei 38 bis 40 kW. Ab der vierten Ladung hat sich's ab ca. 60-65 % SoC auf ungefähr 30-32 kW reduziert, über 80 % SoC ging's noch weiter runter. Bei der Ionity-Säule beim vierten Stopp lag die Ladeleistung in diesem Bereich bei 26-28 kW. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten siehste ja auf den Screenshots. ACC war eingestellt bei 105 km/h, aber Baustellen, Steigungen und Stauumfahrungen hatten natürlich Effekte.
      Ist jetzt vielleicht nicht jedermanns Geschmack, sich mit dieser Geschwindigkeit zu arrangieren, aber für meine Frau und mich passt das und ich hab für gewöhnlich nix anderes dringliches mehr vor, wenn ich in den Urlaub reise.
      Gruß, Dominik

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    • Tja, wie sagt mein Trainer beim aufwärmen immer: Was in die eiine Richtung geht, das geht auch in die andere. Deshalb heute der Bericht von unserer Rückreise von Freitag, 03.01.2020 auf Samstag 04.01.2020.

      Eigentlich war ja geplant auf Föhr mit 100 % SoC zu starten. Daraus wurde aber nix, da die ursprünglich eingeplante Ladesäule in Utersum von ner Zoe blockiert war und sich die zweite Dose der Säule über die PlugSurfing-App temporär nicht freischalten ließ. Naja, nicht weiter schlimm. Der Abschied von Mensch und Tier auf dem Bauernhof fiel entsprechend schwer und so konnte ich in der Zwischenzeit noch ein paar Elektronen aus der Schuko-Steckdose des Bio-Bauern ziehen, um dann im Anschluss in Wrixum am Feuerwehrhaus noch bis auf 70 % zu laden. Um 16:35 Uhr dann auf die Fähre, welche um 17:20 Uhr auch pünktlich in Dagebüll Mole angelegt hat. Von da an gab's nur noch eine Richtung: Süden.

      Der erste Stopp war nach 167 km am kostenlosen CCS-Lader in Tornesch an der ARAL-Tankstelle geplant. Daraus wurde aufgrund des Ladestands aber nix, weshalb wir bereits nach 46 km in Husum am CCS-Lader während einer Folge "Shaun das Schaf" nötigen Elektronen in den Akku gebunkert haben. Dann weiter auf der B 5 und A 23 nach Tornesch. Ich war zum Anfang auf der Autobahn etwas übermotiviert und hab den ACC auf 105 km/h eingestellt. Hat aber nicht so ganz zur nassen Fahrbahn und dem damit verbundenen höheren Verbrauch gepasst. Die Reichweite ging jedenfalls schneller runter, als die noch zu fahrenden Kilometer, weshalb ich dann runter auf 95 km/h bin. Zum Glück war die Ladesäule frei, wir sind mit 18 km Restreichweite und 9 % SoC angekommen. Angestöpselt, beim Burger King die Zeit überbrückt und dem bereits wartenden Fahrer eines Nissan Leaf 2 den Platz freigemacht. Der konnte nicht mal an Typ 2 zwischenladen, da der zweite Parkplatz an der Säule mit nem Anhänger einer Anhängervermietung zugestellt war. Gestärkt, ausgeruht und mit 98 % im Akku durfte dann meine Frau ans Steuer zum dritten Stopp am Rastplatz "Vor'm Wietzenbruch". Der ist zwar nur gut 100 km entfernt, aber auf der weiteren Stecke gibt's bis Hannover nur wenig Möglichkeiten an CCS zu laden und die sind dann auch nicht direkt an der BAB und schon gar nicht kostenlos. Dort auf 100 % voll geladen und ohne weitere Probleme die 136 km bis nach Rhüden zum Autohof, wo wir um Punkt 00:00 Uhr ankamen. Auf diesen Ladestopp war ich gespannt gespannt, weil wir allmählich im Bereich eines möglichen Rapidgates waren. Passierte aber nix. Bis ca. 80 % hat er mit 38 kW geladen, bei 83 % waren es noch 31 kW und beI 89 % ist er dann auf 23 kW runter. Das sollte dann auch reichen für die 123 km bis zum nächsten Stopp nach Malsfeld, dachte ich mir und hab meine Frau zur wohlverdienten Nachtruhe auf dem Beifahrersitz entlassen. Das tat es dann auch, wir sind in Malsfeld um kurz nach 2:00 Uhr mit 20 % SoC eingelaufen und der Schnelllader war dankenswerterweise auch frei. Aufgrund der Erfahrungen auf der Hinfahrt, als es mit 88 % SoC von Friedberg nach Malsfeld etwas knapp bemessen war, hab ich dann auf 97 % geladen. Auch hier war der Einbruch der Ladeleistung eher moderat, die komplette Ladedauer war nur 53 Minuten. Da hatte ich, aufgrund früherer Erfahrungen, zu diesem Zeitpunkt der Reise mit 1,5 Stunden gerechnet. Somit ging's dann die 140 km auf nach good ol' Friedberg, zu unserem letzten geplanten Stopp bei den kostenlosen Ladern von Mitsubishi, wo wir um 4:40 Uhr auf den Hof gerollt sind. Angestöpselt, den Wecker gestellt, die Klimatisierung über die Abfahrtszeiten-Funktion der WeConnect-App programmiert und selber erstmal ne Mütze Schlaf gegönnt. Die Nachtfahrerei hatte allmählich Spuren hinterlassen. So war es mir dann auch fast schon egal, wie lange es bei Ladevorgang dauern würde, zumal ja auch Frau und Kinder noch schliefen. Hat dann aber nur 1:04 Stunden gedauert, um den Akku ein letztes Mal auf 98 % zu prügeln. Da hatte er sich dann gut 27 kWh gezogen und eine Reichweite von 205 km angezeigt, was mir für eine Strecke von 167 km bis zur Haustüre auch genug Puffer war. Ich bin dann noch bis kurz nach Frankfurt/Main gefahren, dann habe ich den Fahrerplatz meiner mittlerweile erholteren Frau Gemahlin angedeihen lassen und mich selbst kurzfristig ins Reich der Träume verabschiedet. Schließlich sind wir dann nach 836 km um 7:48 Uhr nach 14:28 Stunden inklusive aller Ladestopps in der Heimat angekommen.

      Gefahren sind wir die gesamte Strecke mit ACC auf 95 km/h, außer zum überholen von LKWs. Die Temperaturen lagen, anders, als auf der Hinfahrt, im Plusbereich zwischen 5 und 3 Grad, zwischendurch auch mit nassen Abschnitten. Der befürchtete und eigentlich bei der Tourenplanung auch eingeplante Einbruch der Ladeleistung ist weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg in übermäßigem Umfang aufgetreten. Liegt es an der Fahrweise, liegt es an den Außentemperaturen? Ich weiß es nicht, wahrscheinlich beides.

      Hier die, wahrscheinlich wenig überraschende, Route:

      goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/4037723/

      Noch ein bißchen Z.ahlen D.aten F.akten:

      Gesamtstrecke: 839 km hin + 836 km zurück = 1.675 km. Gesamte Stromkosten für's unterwegs laden als Maingau Kunde: 12,89 € hin + 13,94 € rück = 26,83 €.

      Und ein Bild darf natürlich auch nicht fehlen.



      Grüße aus Heilbronn,

      Dominik
      Gruß, Dominik

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      Bestellt am 21.10.2017, produziert am 22.08.2018, abgeholt in WOB am 29.10.2018
    • Gratulation zur erfolgreichen Heimreise und danke für den Bericht.
      Und wieder einmal bestätigt sich: wer langsamer fährt, kommt schneller ans Ziel. (Zumindest auf Langstrecke mit dem e-Golf). :D
      Mit e-Golf Model 2016 in Betrieb seit 28.12.2015 am 1. e-Golf Treffen am Bodensee, am 2. in Moers und am 3. in Hann. Münden dabei gewesen :thumbup: :musicextrem:
    • Zwei tolle Berichte. Danke dafür.
      Was ich erstaunlich und bemerkenswert finde, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Rückfahrt höher war als auf der Hinfahrt, obwohl Du ACC 10 km/h niedriger eingestellt hattest.
      Es grüßt Martin vom westlichen Ende des Bodensee.
      ---
      Ich war beim 4. Internationalen e-Golf-Treffen in Hann. Münden :s66:


      e-Golf seit 01.03.18 und i-MiEV seit Juni 16.
      Erneuerbare-Energien-Fan und Kraftwerksbetreiber (3 PV-Anlagen mit insgesamt 22kWp)

      "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern." (afrikanisches Sprichwort)